Endlich: Papst äußerst sich zu Missbrauchsvorwürfen

Zum Auftakt der Osterfeierlichkeiten auf dem Petersplatz, erklärte der Vorsitzende des Kardinalskollegiums unter dem Jubel tausender Gläubiger, dass Benedikt XVI. sich, im Hinblick auf die Missbrauchsvorwürfe, des Rückhalts der Gemeinde sicher sein könne. Genauer sagte er an den Papst gerichtet: „Heiliger Vater, das Volk Gottes ist mit Dir und wird sich nicht von dem unbedeutenden Geschwätz dieser Tage beeinflussen lassen“.

Benedikt selbst nahm diese Worte in seiner anschließenden Rede zum Anlass, indirekt Stellung zu den vielen Missbrauchsskandalen zu beziehen:

„Vor Gott ist jeder Mensch gleich. Katholiken sind jedoch gleicher als andere Menschen. Und missbrauchte Katholken sind gleicher als missbrauchende Katholiken. Erwachsene Katholiken sind jedoch gleicher als minderjährige Katholiken. Zwischen missbrauchten minderjährigen Katholiken und missbrauchenden erwachsenen Katholiken gibt es somit keinen Unterschied. Sie gleichen sich aus. Daher verdient niemand eine besondere Behandlung.“

Die mit Spannung erwartete  Stellungnahme enttäuscht jedoch Gläubige wie Kritiker: Sie alle bemängeln, der Papst hätte nur gesagt, was jeder schon insgeheim wusste.

…………………………………………………………………………………………………………..

Noch mehr Missbrauch im Archiv:

Kindesmissbrauch? Nicht der Rede Wert.
Kirche entsetzt über Justizministerin
Sensation: Kirche erlaubt Abtreibung
Nach Missbrauchsvorwürfen: Niederländer treten zum Katholizismus über
Wütender Mob brennt Vatikan nieder

Und auch der Postillon kann die Finger nicht von Kindern vom Kindesmissbrauch lassen: Katholische Kirche spricht Wettermann heilig.

…………………………………………………………………………………………………………..