Einbrecherkönig schlägt wieder zu

In der Nacht zum 11. Dezember wurde im norddeutschen Harz ein Einbruch gemeldet, der die Polizei vor unlösbare Aufgaben stellt. Am Tatort wurden nämlich mehrere Zentimeter Schnee aufgefunden, was eindeutig auf die Handschrift des von der Presse auf den Namen „Winter“ getauften Einbrecherkönigs deutet. Der gewiefte Halunke terrorisiert seit Jahren regelmäßig ganz Deutschland und lässt die Behörden ratlos im Dunkeln tappen. Bevorzugt schlägt er im Herbst und fast immer in höheren geographischen Lagen zu. Das Chaos, das dieser Winter jedes mal mit seinen Einbrüchen verursacht, ist verblüffend. Auch, weil die Menschen es nicht wahrhaben können, dass die Polizei ihm schon wieder nicht das Handwerk legen konnten.

Doch selbst die klarsten Indizien konnten bislang nicht dazu verhelfen, die fast schon zur Tradition gewordenen Wintereinbrüche zu verhindern. Eine Tradition, die inzwischen sogar erschreckend viele Bewunderer bekommen hat. Wintersympathisanten aus allen Bevölkerungsschichten erschweren immer wieder die Fahndungsarbeiten und verhindern mit gezielten Ablenkungsmanövern (Schneemänner, Schlittenfahren, Weihnachten) die Ermittlungen.

Zeugen und weitere Opfer werden gebeten, sich sofort bei den örtlichen Polizeistellen zu melden – auch wenn es relativ sicher scheint, dass im nächsten Jahr trotzdem wieder ein Wintereinbruch erfolgen wird.

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