Deutsche Schulen sammeln Spielzeugwaffen für kurdische Kinder

Während die Bundesregierung seit Wochen über Waffenlieferungen für kurdische Kämpfer im Irak diskutiert, sind mehrere Dutzend Grundschulen und Kindergärten in Berlin bereits einen Schritt weiter. Erzieherinnen und Erzieher bitten seit Anfang der Woche Kinder und deren Eltern, Spielzeugwaffen aller Art als Spende mitzubringen, um ein Hilfspaket für kurdische Schulen und Kindergärten zusammenzustellen.

WaffenlieferungMit der ungewöhnlichen Aktion wolle man ein Zeichen setzen, heißt es. Kinder helfen Kindern, so lautet der Grundgedanke. Zwar würden Wasserpistolen konkret nichts bewirken, aber der symbolische Wert der Spielzeugwaffen wäre enorm hoch. „Wir sammeln diese Waffen, egal ob SuperSoaker, NerfGun oder Faschingsrevolver, um damit auszudrücken, dass wir dafür sind, notleidenden Menschen wirklich wichtige Güter zukommen zu lassen“, erklärt Peter Stabmüller, Grundschullehrer und Initiator der Spendenaktion.

Experten beurteilen das Ganze durchaus positiv. Schließlich sei davon auszugehen, dass kurdische Kinder demnächst sowieso an echten Waffen ausgebildet werden, sollten die IS-Terroristen ihren Machtbereich weiter ausdehnen. Mit den Spielzeugwaffen könnten die Kinder dann schon mal üben und die Angst vorm Kriegspielen verlieren, wenn die IS-Milizen vor der Tür stehen.

„Heute ist es besonders wichtig, dass Kinder in Krisenregionen ein Gefühl für Waffen bekommen“, sagt auch Erzieherin Amelie Bukowski, „denn jeder Sandkasten kann sich von heute auf morgen in ein Schützengraben verwandeln.“

Waffenlieferungen

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