Der Hintergrund zum EC-Karten-Debakel

Unmittelbar nach dem Jahreswechsel hatten unzählige Bankkunden Probleme mit ihrer EC-Karte. Entweder sie konnten damit nicht mehr bezahlen, kein Geld beim Automaten abheben oder keine Überweisungen tätigen. Der Grund dafür war, wie sich herausstellen sollte, eine falsche Programmierung des Kartenchips, was zur Folge hatte, dass die Zahl „10“ in der neuen Jahreszahl nicht korrekt wiedergegeben werden konnte.

Doch wie kam es überhaupt dazu? Hatten wir uns nicht schon damals umsonst Sorgen gemacht, als wir ins Jahr 2000 gerutscht sind? Wie katastrophal waren die Befürchtungen im Vorfeld. Dass Atomsprengköpfe sich plötzlich selbständig machen würden, war da noch die allerkleinste Befürchtung. Passiert ist jedoch nichts. Erst jetzt tut sich etwas, 10 Jahre später. Haben wir es also vielleicht mit einem verspäteten Milleniumscrash zu tun?

Mitnichten. Jetzt kam nämlich heraus, dass das Jahreszahlproblem billigend in Kauf genommen wurde: Die Banken hatten letztes Jahr einvernehmlich beschlossen, sich das Update für die Kartenchips zu sparen, aus dem einfachen Grund, weil sie dachten, das Jahr 2010 würde gar nicht mehr eintreffen. Aufgrund der verschuldeten Finanzkrise und der harschen Kritik an überzogenen Bonuszahlungen glaubte nahezu jeder Bankmanager, das Ende der Welt stehe bevor. Aus dieser Resignation heraus wuchs schließlich der Beschluss, die EC-Karten ihrem Schicksal zu überlassen.

Da wir das Jahr 2010 aber wider Erwarten doch noch erleben, wurde man als EC-Karten-Kunde mit dem bekannten Problem konfrontiert.

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