Der Begriff „Stuttgart 21“ und seine Herkunft

Stuttgart 21 ist mittlerweile ein Begriff, mit dem jeder Bürger etwas anfangen kann. Doch wissen Sie, warum wir von Stuttgart 21 und nicht von Stuttgart 23 oder Stuttgart 411 sprechen? Was steckt hinter dieser Zahl?

Die Antwort geht auf die Planung des Projekts zurück und liegt gewissermaßen in den Genen. Stuttgart 21 ist nämlich angelehnt an Trisomie 21, der genetischen Erkrankung, die auch als Down-Syndrom bekannt ist. Sofort fällt natürlich auf, dass das englische Wort „down“ passenderweise den unterirdischen Standort des neuen Bahnhofs umschreibt. Diese begriffliche Übereinstimmung stellt jedoch nicht den einzigen Grund für die Beziehung zur Krankheit dar. Ausschlaggebend war vielmehr eine Bemerkung des damaligen Projektleiters, der in Anbetracht der Unsummen, die der neue Bahnhof verschlingen würde, gesagt haben soll: „Die Leute müssen doch gesitig behindert sein, wenn die uns damit durchkommen lassen.“ Diesen Gedanken fanden die Entwickler schließlich so amüsant, dass die Assoziation zum Down-Syndrom sich nahezu aufdrängte. Zudem passte nicht nur die bereits erwähnte englische Bezeichnung für „unten“, sondern auch der Umstand, dass das Projekt in drei Bauphasen unterteilt ist. Damit wurde die Brücke zu Trisomie 21 also auch wörtlich geschlagen. Und wie der Zufall es wollte, hatte einer der Architekten sogar kürzlich Urlaub in der Mongolei gemacht, womit sich der Kreis endgültig schließen konnte. Danach war klar: Der Name des neuen Bahnprojektes muss unbedingt etwas mit dieser Erkrankung, die eine geistige Behinderung zur Folge hat, zu tun haben. Und da alles andere zu offensichtlich gewesen wäre, einigte man sich sich schließlich auf Stuttgart 21.

Wer hätte das gedacht?

kopfbahnhof

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel, via toonpool.de.

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