Das Geheimnis des Weichnachtsmannes

Vielleicht liegt es an der immer intensiveren Weihnachtsberieselung in der Öffentlichkeit oder daran, dass vor zwei Tagen der erste Schnee vom Himmel fiel, aber was auch der Grund sein mag – es bescherte mir letzte Nacht einen sehr merkwürdigen Traum:

Dämmerung. Ich bin irgendwo in einer ländlichen Gegend unterwegs, achte aber nicht so sehr auf meine Umgebung. Ein naher Wald, kleine Häuser aus denen schummriges Licht fällt – das ist noch das auffälligste, was mir bewusst ins Auge springt. Interessanter ist jedoch meine Begleitung, denn ich bin nicht alleine: Der Weihnachtsmann – so wie man ihn aus der Coca-Cola-Werbung kennt – geht neben mir her, als wäre es das normalste auf der Welt.

Plötzlich fängt es an zu schneien und der Weihnachtsmann sagt murmelnd: „Oh nein. Schnee… Ich hasse den Winter.“ Ich scheine sehr überrascht über diese Worte zu sein, denn nahezu geschockt entgegne ich ihm: „Bitte was? Wie kannst du sowas sagen? Du bist der Weihnachtsmann, verdammt!“ Er jedoch erwidert gleichgültig und mit einem leisen Knurren: „Ach, ich hab doch nur damals ’ne Wette verloren…“

Und im nächsten Moment wachte ich auf. Schade. Hatte ich etwa das Geheimnis des Weihnachtsmannes gelüftet? Von wegen Nächstenliebe und Kindern eine Freude machen? Die ganze Show nur das Ergebnis eines Wettverlusts?  Er hätte es mir sicher erzählt. Verdammt.

Irgendwie unheimlich.