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Tebartz-van Elst organisiert die Meisterfeier des FC Bayern

Der FC Bayern München ist zum 24. Mal Deutscher Fußball-Meister. Die Mannschaft holte den Titel bereits nach dem 27. Spieltag, so früh wie noch keine andere Mannschaft in der Bundesliga-Geschichte. Und so ein Ereignis hat natürlich auch eine ganz besondere Feier verdient, die von einem echten Profi organisiert werden soll: Protz-Profi Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Nach seinem reumütigen Besuch bei Papst Franziskus erklärte der frühere Limburger Bischof: “Mit dem Wissen von heute erkenne ich, dass ich Fehler gemacht habe. Reichtum bedeutet nichts, wenn man es nicht teilen kann.” In dieser Einsicht sehe er die Chance für einen Neubeginn, um den Menschen zu zeigen, dass er Kirchenvermögen auch sinnvoll einsetzen kann.

“Das ist die perfekte Möglichkeit, den Menschen etwas zurückzugeben und gleichzeitig meine Träume auszuleben”, schwärmt der Ex-Bischof. Eigens für die Feier lässt Tebartz-van Elst außerhalb von München das Taj Mahal nachbauen, allerdings nicht ganz originalgetreu, da der Nachbau zehn mal größer ausfallen und aus purem Gold bestehen wird. Exquisite Menüs, Stripperinnen aus allen Ländern der Welt und ein grandioses Feuerwerk, das man sogar vom Mond sehen kann, werden natürlich ebenso Teil der Feier sein, wie dressierte Tanzbären und das gesamte Ensemble des Moulin Rouge. Als musikalische Begleitung hat Tebartz-van Elst die Rolling Stones engagiert, die für diesen Anlass ihre Welttournee kurzzeitig unterbrechen.

Die Finanzierung übernehmen zu gleichen Teilen der FC Bayern und die katholische Kirche.

FC Bayern Meister

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Nach Hoeneß-Urteil: FC Bayern stellt neue Trikots vor

Das Urteil ist gefallen, doch der FC Bayern steht nachwievor hinter seinem Noch-Präsidenten Uli Hoeneß. Um seine Solidarität öffentlich und medienwirksam zu unterstreichen, hat der Verein nun seinen Spielern neue Trikots verpasst. Bereits am kommenden Spieltag sollen sie zum Einsatz kommen.

Das sogenannte Uli-Hoeneß-Gedenktrikot wird selbstverständlich auch im FC-Bayern-Fanshop erhältlich sein.

Uli Hoeneß Gedenktrikot

 
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Aus Protest gegen Russland: Schalke 04 will bis Saisonende jedes Spiel verlieren

In einer Debatte im Europaparlament hatte FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff angesichts des russischen Vorgehens auf der Krim gefordert, dass Bundesligist Schalke 04 ohne das Logo des russischen Staatskonzerns Gazprom auflaufen soll – “um ein Signal zu senden, dass es nicht so weitergeht.”

Schalke 04 Gazprom

Der Verein hat die Forderung des Politikers nun wie erwartet zurückgewiesen. “Wir werden selbstverständlich auch weiterhin mit dem Logo unseres Hauptsponsors auf der Trikotbrust auflaufen”, sagte Schalke-Sprecher Thomas Spiegel. Gleichzeitig zeigte er sich aber verständnisvoll und für einen Kompromiss offen: “Aufgrund der schwierigen Lage möchten wir lieber still Kritik an Russland üben und bis zum Saisonende jedes Spiel verlieren”.

Für Fans würde diese Maßnahme zudem einen großen Vorteil bedeuten. “Niemand wäre mehr wegen eines verlorenen Spiels enttäuscht, denn der Ausgang stünde ja bereits im Vorfeld fest”, lässt Schalke verlauten. Um dennoch für die nötige Spannung zu sorgen, haben sich die Spieler aller anderen Bundesligisten dafür ausgesprochen, besonders grobe Fouls bei Schalke-Spielen zu begehen, um ebenfalls gegen die militärische Beteiligung auf der Krim zu protestieren. “Wir wollen Schalke damit nicht alleine lassen”, heißt es beispielsweise aus Dortmund, wo man sich ganz besonders darüber freut, “auf dem Platz mit voller Härte gegen die russische Staatsmacht zu demonstrieren”.

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Sotschi: Geldstrafe fürs Trauern

Sotschi - Trauern verboten

Sotschi. Weil die norwegischen Langläuferinnen mit einer schwarzen Armbinde des verstorbenen Bruders einer Teamkollegin gedacht haben, sprach das Internationale Olympische Komitee gegen die norwegische Olympia-Mannschaft eine Rüge aus.

“Unerhört, unverständlich, unfassbar. So darf man nicht reagieren”, sagte IOC-Präsident Thomas Bach zu der Tat der Norweger. “Das ist völlig umnachtet, eine Riesendummheit”, beschwerte sich auch Olympia-Gastgeber Wladimir Putin über die Athleten. Schließlich sei das Reglement klar und deutlich: Regel 50.3 verbietet dort jede Demonstration oder politische, religiöse oder rassische Propaganda” an den olympischen Stätten, Austragungsorten oder in anderen olympischen Bereichen. Das bedeutet laut IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau, dass Gefühlsregungen grundsätzlich verboten sind. In Russland besonders. Sie betonte: “Die Wettkampfstätten, in denen die Atmosphäre festlich ist, sind nicht der richtige Ort für Trauer.”

Das norwegische Team darf somit froh sein, dass es lediglich mit einer Rüge davongekommen ist. Hätte jemand von den Athleten geweint, wäre nämlich auch noch eine Geldstrafe fällig gewesen. Die Höhe variiert dabei, je nach Anzahl der Tränen bzw Ausdruck der Trauer.

Athleten sollten es weiterhin unterlassen, allzu großzügig mit dem Peace-Zeichen umzugehen, eine Faust in die Höhe zu strecken oder mehr als 15 Sekunden am Stück mit offenem Mund zu lachen.

Während Wettkämpfen verboten sind zudem Luftküsse, die ebenfalls eine Rüge nach sich ziehen können, wobei Wladimir Putin für Sotschi eine Ausnahme dieser Regelung erzielen konnte: Luftküsse, die gleichgeschlechtlichen Teamkollegen zugeworfen werden, führen zum sofortigen Rauswurf. Welche Konsequenzen ein echter Kuss während eines Wettkampfs haben würde, wollte das IOC uns nicht verraten.

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Fußball-WM 2018 in Russland findet im Winter statt

Der Weltfußballverband FIFA überlegt, die WM 2022 in Katar im Winter austragen zu lassen. Zum Wohle der Spieler, wie es heißt. Kritiker sind entsetzt.

WMIm Juli herrschen dort zwar Temperaturen von mindestens 150 Grad Celsius im Schatten, doch die neue Spielerkleidung – knielanger Kaftan, dazu Turban mit Nackenschutz gegen die Sonne – würde den Teilnehmern ausreichend Schutz bieten. Katar im Winter sei zudem unerträglich, die Temperaturen betragen nämlich trotz klimatisierten Stadien höchstens 30 Grad Celsius. Doch es ist noch nichts entschieden. FIFA-Präsident Blatter räumt ein: “Es ist natürlich auch so, dass man die klimatischen Charakteristika des Austragungsortes kennenlernen möchte, daher könnte das Turnier durchaus wie gewohnt im Sommer ausgetragen werden.”

 Nicht wie gewohnt im Sommer wird jedoch die WM 2018 in Russland stattfinden. Nach Druck aus Moskau wird das Turnier im tiefsten russischen Winter ausgetragen. Putin hat sehr dafür gekämpft. Er hofft nämlich, der harte Winter würde “alle verwöhnten Homos fernhalten”. “Das wird ein einzigartiges Turnier. Endlich keine halbnackten, verschwitzten Männer, die in der Öffentlichkeit feiern.”

Leider auch keine halbnackten, verschwitzten Frauen.

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

 
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