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Ostermesse: Papst Franziskus erinnert daran, dass Jesus für ein verlängertes Wochenende gestorben ist

Papst Franziskus hat am Sonntag mit weit über hunderttausend Menschen aus aller Welt die Ostermesse gefeiert. Auf dem festlich geschmückten Petersplatz erinnerte er daran, dass Jesus Christus sein Leben gab, damit die christliche Gesellschaft ein verlängertes Wochenende feiern kann. „Wäre Christus nicht auferstanden, würden wir keinen freien Montag an Ostern kennen“, mahnte Franziskus in seiner Rede.

PetersplatzIn seiner Osterbotschaft prangerte er die Monotonie in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter an und forderte mehr Vielfalt beziehungsweise auch mal etwas anderes als immer nur Katzenbilder.

Dabei rief er die versammelte Menge auf, ihr Facebook-Profil ernster zu nehmen. Das Profil müsse als “lebendige Quelle” des Glaubens wiederentdeckt werden. Während des Gottesdienstes stellte er schließlich zehn Erwachsenen und Kindern im Alter von sieben bis 58 Jahren ein vollständiges Profil bei Facebook ein.

Gleichzeitig ermunterte Franziskus die Gläubigen, sich ihre erste Begegnung mit einem Smartphone zu vergegenwärtigen. Es gelte die Erinnerung an jenen Moment zurückzuholen, “in dem es mich hat spüren lassen, dass es mich liebt und ich es liebe”, so Franziskus. Jeder müsse sich fragen, ob er seither Wege und Pfade gegangen sei, die dieses Ereignis in Vergessenheit geraten ließen.

Der Papst wandte sich zudem gegen schlechtes Fernsehprogramm und Verschwendung von Fernsehgebühren. Bei Sonnenschein in Rom rief er mehrmals zu einem Ende der Realityshows auf. “Für alle Völker der Erde bitten wir dich, oh Herr, der du den Tod besiegt hast, schenke uns deinen Frieden.”

Das Oberhaupt der katholischen Kirche kritisierte weiterhin die Situation in einigen Konfliktgebieten wie dem Berliner Flughafen, dem HSV oder dem Liebesleben von Sylvie Meis. Und in Bayern müssten die Bürger “endlich den Mut aufbringen, nicht immer die CSU zu wählen.” Franziskus lobte aber auch die “aufkeimenden Hoffnungen” in der Welt, wie beispielsweise durch die Annäherungen zwischen Dortmund- und Schalke-Fans.

Lesen Sie auch beim Postillon: Mehrheit der Deutschen dankbar, dass Jesus für ein extralanges Wochenende gestorben ist.

Foto: (C) Tanni / piqs.de / some rights reserved.

 

 
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“Il Mio Papa”: Erstes Papst-Magazin mit Gimmicks

Der italienische Verlag Mondadori bringt mit “Il Mio Papa” das weltweit erste Magazin auf den Markt, das ganz der Persönlichkeit von Papst Franziskus gewidmet ist. Das Magazin erscheint wöchentlich und wird sich vor allem mit religiösen und moralischen Themen befassen, soll aber auch den persönlichen Alltag im Vatikan “auf eine unvergleichliche Weise” beleuchten, hieß es. Was liest Franziskus beispielsweise auf der Toilette? Nimmt er lieber eine Dusche oder ein Bad? Alles Themen, die den Pontifex noch menschlicher machen sollen.

Um auch Kinder und Jugendliche für die Zeitschrift und den Katholizismus zu begeistern, wird jede Ausgabe ein sogenanntes Gimmick enthalten, ganz im Stil der beliebten Micky-Maus- und Yps-Hefte. Reliquien wie Nägel vom echten Kreuz Christi, Knochensplitter diverser Heiliger oder auch Sticker vergangener Päpste sollen die Sammelleidenschaft junger Katholiken anregen. Aber auch Bastelkrippen, Zucker-Rosenkränze, Scherzhostien und Stimmverzerrer, um wie Gott zu klingen, sind als Beilagen geplant.

“Ein geschultes Kreativ-Team sorgt dafür, dass uns die Ideen nicht ausgehen und jede Woche ein neues Geschenk die frommen Leser beglückt”, sagt Chefredakteur Mario Nette. Das Magazin, das mit einem Preis von 50 Cents startet, wird zudem regelmäßig ein Poster umfassen. Vorgesehen ist weiterhin ein Starschnitt von Papst Franziskus, mit einer oder zwei Seiten zum Sammeln und Ausschneiden. Die Teile sollen nach dem Zusammenkleben ein lebensgroßes Poster des Pontifex ergeben.

Il Mio Papa

 
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90 Prozent der US-Amerikaner bezweifeln Gravitationslehre

Neun von zehn US-Amerikanern haben einer Studie zufolge Zweifel an der Gravitationslehre. Mit anderen Worten, nur rund 9,5 Prozent seien davon überzeugt, dass Gott oder eine andere höhere Macht absolut keinen Einfluss auf die Anziehung von Masse hat.

Die anderen rund 90 Prozent der Befragten gaben an, dass ihrer Meinung nach Gott oder eine andere höhere Macht ganz oder zumindest teilweise für die Schwerkraft sowie auch andere Grundkräfte der Physik verantwortlich sei.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des AAAS-Wissenschaftsverbands (American Association for the Advancement of Science) in Chicago.

GravitationBei den Evangelikalen unter den Befragten sind laut der Umfrage sogar rund 97 Prozent dieser Ansicht. Mehr als die Hälfte von ihnen glaubt den Angaben zufolge an das Intelligent Falling. Dieser Glaube entstammt dem protestantischen Fundamentalismus und bestreitet das von Isaac Newton formulierte Gravitationsgesetz, nach dem jeder Massenpunkt auf jeden anderen Massenpunkt mit einer anziehenden Gravitationskraft einwirkt. Stattdessen wird der Standpunkt vertreten, dass jedes Objekt auf der Erde von Gott oder einer höheren Intelligenz sanft zu Boden gedrückt wird. Mehr als 40 Prozent der Evangelikalen sprechen sich zudem dafür aus, im Physikunterricht Intelligent Falling statt Gravitation zu lehren.

Weiterhin sieht etwa jeder dritte US-Amerikaner einen schweren Konflikt zwischen Religion und gesundem Menschenverstand, wie die Umfrage ergab. Und besonders beim Thema Gravitation gibt es anscheinend echte Spannungen, lautet das nüchterne Fazit der Befragung.

 
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Kardinal Meisner ersetzt 3x Kotzen

Der Kölner Joachim Kardinal Meisner hatte neulich bei einer Veranstaltung Eheleute aus der geistlichen Gemeinschaft dafür gelobt, große Familien zu gründen. Dabei sagte er: „Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien.“ Für diesen Satz erntete er viel Kritik, wobei der Erzbischof jedoch lediglich auf die lange Tradition der Ersatzvergleiche anspielte, die außerhalb der katholischen Kirche fast in Vergessenheit geraten ist.

Aus diesem Grund möchten wir hier einige Beispiele präsentieren, um Meisners Aussage etwas mehr Verständnis zukommen zu lassen:

  • Ein katholischer Priester ersetzt drei nichtkatholische Pädophile.
  • Drei katholische Priester ersetzen ein Dutzend Eimer Taubenkot.
  • Ein Gottesdienst ersetzt drei Tage Hautausschlag.
  • Eine Predigt ersetzt drei Stunden lang das Geräusch einer Toilettenspülung.

Kardinal Meisner

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

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Dreist: Katholische Kirche kontert Satire mit Realsatire

Satiriker auf der ganzen Welt schätzen die katholische Kirche als zuverlässigen Partner. Kaum eine andere Quelle bietet regelmäßig so qualitative Vorlagen für geschmacklose Witze. Die Satire und der schwarze Humor im Allgemeinen haben der katholischen Kirche viel zu verdanken. Diese langjährige Partnerschaft scheint jedoch plötzlich gefährdet zu sein, nachdem ein katholischer Geistlicher sich völlig unerwartet mit unglaublicher Realsatire über die Missbrauchsthematik an die Öffentlichkeit gewandt hat:

Pater Benedict Groeschel behauptete in einem Interview, dass Minderjährige die Priester oftmals verführen würden, was von Außenstehenden dann anders wahrgenommen werde. Weiterhin sei er davon überzeugt, dass die Kinder zwar nicht bewusst Sex mit einem Geistlichen planen, aber immerhin so etwas wie eine Romanze mit Küssen und Umarmungen. Als Grund für diese Annahme gibt er an, dass vielen Jugendlichen die Vaterfigur fehle. Deswegen plädiere er zudem dafür, dass Geistliche für ihren ersten Missbrauch nicht bestraft werden sollen. Schließlich sei es nicht ihre Absicht gewesen, ein Verbrechen zu begehen, so Groeschel.

Die Satirewelt steht Kopf und fragt verständnislos: Was hat sich der Geistliche nur dabei gedacht? Mit solchen Aussagen werden die Grenzen zwischen Satire und Realität regelrecht verwischt, so die einstimmige Kritik. Wenn die katholische Kirche damit weitermacht, könnte niemand mehr erkennen, ob es sich bei einer entsprechenden Meldung um schwarzen Humor oder einen Tatsachenbericht handelt.

Gerade die Behauptung Groeschels hätte als Witz erzählt einen vollen Konzertsaal unterhalten können, doch nun ist er von einer Sekunde auf die andere wertlos geworden. “Den können wir doch jetzt nicht mehr erzählen”, ärgern sich viele Kabarettisten. Auch Cartoonisten fühlen sich verraten und betrogen. Die Ergebnisse unzähliger Arbeitsstunden seien wie ausradiert – im wahrsten Sinne. Erste Zeitungen haben bereits Aufträge zurückgezogen. Paramantus ist natürlich ebenfalls empört und fürchtet sich wie so viele andere davor, viele tolle Ideen einfach fallen lassen zu müssen.

Es besteht die Gefahr, dass Kirchensatire auf dem tragischen Weg ist keine Satire mehr zu sein.

Doch nicht nur zukünftige Witze sind gefährdet. Laut Expertenmeinung dürften nun viele Beiträge auch nachträglich ihre Wirkung verlieren. Somit droht ein ganzer Humorzweig komplett abzusterben, sollte die katholische Kirche nicht bald einschreiten und Benedict Groeschel der Inquisition übergeben.

Grafiken: Copyright by André Sedlaczek bzw. Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

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