Religion Archiv

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“Il Mio Papa”: Erstes Papst-Magazin mit Gimmicks

Der italienische Verlag Mondadori bringt mit “Il Mio Papa” das weltweit erste Magazin auf den Markt, das ganz der Persönlichkeit von Papst Franziskus gewidmet ist. Das Magazin erscheint wöchentlich und wird sich vor allem mit religiösen und moralischen Themen befassen, soll aber auch den persönlichen Alltag im Vatikan “auf eine unvergleichliche Weise” beleuchten, hieß es. Was liest Franziskus beispielsweise auf der Toilette? Nimmt er lieber eine Dusche oder ein Bad? Alles Themen, die den Pontifex noch menschlicher machen sollen.

Um auch Kinder und Jugendliche für die Zeitschrift und den Katholizismus zu begeistern, wird jede Ausgabe ein sogenanntes Gimmick enthalten, ganz im Stil der beliebten Micky-Maus- und Yps-Hefte. Reliquien wie Nägel vom echten Kreuz Christi, Knochensplitter diverser Heiliger oder auch Sticker vergangener Päpste sollen die Sammelleidenschaft junger Katholiken anregen. Aber auch Bastelkrippen, Zucker-Rosenkränze, Scherzhostien und Stimmverzerrer, um wie Gott zu klingen, sind als Beilagen geplant.

“Ein geschultes Kreativ-Team sorgt dafür, dass uns die Ideen nicht ausgehen und jede Woche ein neues Geschenk die frommen Leser beglückt”, sagt Chefredakteur Mario Nette. Das Magazin, das mit einem Preis von 50 Cents startet, wird zudem regelmäßig ein Poster umfassen. Vorgesehen ist weiterhin ein Starschnitt von Papst Franziskus, mit einer oder zwei Seiten zum Sammeln und Ausschneiden. Die Teile sollen nach dem Zusammenkleben ein lebensgroßes Poster des Pontifex ergeben.

Il Mio Papa

 
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90 Prozent der US-Amerikaner bezweifeln Gravitationslehre

Neun von zehn US-Amerikanern haben einer Studie zufolge Zweifel an der Gravitationslehre. Mit anderen Worten, nur rund 9,5 Prozent seien davon überzeugt, dass Gott oder eine andere höhere Macht absolut keinen Einfluss auf die Anziehung von Masse hat.

Die anderen rund 90 Prozent der Befragten gaben an, dass ihrer Meinung nach Gott oder eine andere höhere Macht ganz oder zumindest teilweise für die Schwerkraft sowie auch andere Grundkräfte der Physik verantwortlich sei.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des AAAS-Wissenschaftsverbands (American Association for the Advancement of Science) in Chicago.

GravitationBei den Evangelikalen unter den Befragten sind laut der Umfrage sogar rund 97 Prozent dieser Ansicht. Mehr als die Hälfte von ihnen glaubt den Angaben zufolge an das Intelligent Falling. Dieser Glaube entstammt dem protestantischen Fundamentalismus und bestreitet das von Isaac Newton formulierte Gravitationsgesetz, nach dem jeder Massenpunkt auf jeden anderen Massenpunkt mit einer anziehenden Gravitationskraft einwirkt. Stattdessen wird der Standpunkt vertreten, dass jedes Objekt auf der Erde von Gott oder einer höheren Intelligenz sanft zu Boden gedrückt wird. Mehr als 40 Prozent der Evangelikalen sprechen sich zudem dafür aus, im Physikunterricht Intelligent Falling statt Gravitation zu lehren.

Weiterhin sieht etwa jeder dritte US-Amerikaner einen schweren Konflikt zwischen Religion und gesundem Menschenverstand, wie die Umfrage ergab. Und besonders beim Thema Gravitation gibt es anscheinend echte Spannungen, lautet das nüchterne Fazit der Befragung.

 
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Kardinal Meisner ersetzt 3x Kotzen

Der Kölner Joachim Kardinal Meisner hatte neulich bei einer Veranstaltung Eheleute aus der geistlichen Gemeinschaft dafür gelobt, große Familien zu gründen. Dabei sagte er: „Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien.“ Für diesen Satz erntete er viel Kritik, wobei der Erzbischof jedoch lediglich auf die lange Tradition der Ersatzvergleiche anspielte, die außerhalb der katholischen Kirche fast in Vergessenheit geraten ist.

Aus diesem Grund möchten wir hier einige Beispiele präsentieren, um Meisners Aussage etwas mehr Verständnis zukommen zu lassen:

  • Ein katholischer Priester ersetzt drei nichtkatholische Pädophile.
  • Drei katholische Priester ersetzen ein Dutzend Eimer Taubenkot.
  • Ein Gottesdienst ersetzt drei Tage Hautausschlag.
  • Eine Predigt ersetzt drei Stunden lang das Geräusch einer Toilettenspülung.

Kardinal Meisner

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

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Dreist: Katholische Kirche kontert Satire mit Realsatire

Satiriker auf der ganzen Welt schätzen die katholische Kirche als zuverlässigen Partner. Kaum eine andere Quelle bietet regelmäßig so qualitative Vorlagen für geschmacklose Witze. Die Satire und der schwarze Humor im Allgemeinen haben der katholischen Kirche viel zu verdanken. Diese langjährige Partnerschaft scheint jedoch plötzlich gefährdet zu sein, nachdem ein katholischer Geistlicher sich völlig unerwartet mit unglaublicher Realsatire über die Missbrauchsthematik an die Öffentlichkeit gewandt hat:

Pater Benedict Groeschel behauptete in einem Interview, dass Minderjährige die Priester oftmals verführen würden, was von Außenstehenden dann anders wahrgenommen werde. Weiterhin sei er davon überzeugt, dass die Kinder zwar nicht bewusst Sex mit einem Geistlichen planen, aber immerhin so etwas wie eine Romanze mit Küssen und Umarmungen. Als Grund für diese Annahme gibt er an, dass vielen Jugendlichen die Vaterfigur fehle. Deswegen plädiere er zudem dafür, dass Geistliche für ihren ersten Missbrauch nicht bestraft werden sollen. Schließlich sei es nicht ihre Absicht gewesen, ein Verbrechen zu begehen, so Groeschel.

Die Satirewelt steht Kopf und fragt verständnislos: Was hat sich der Geistliche nur dabei gedacht? Mit solchen Aussagen werden die Grenzen zwischen Satire und Realität regelrecht verwischt, so die einstimmige Kritik. Wenn die katholische Kirche damit weitermacht, könnte niemand mehr erkennen, ob es sich bei einer entsprechenden Meldung um schwarzen Humor oder einen Tatsachenbericht handelt.

Gerade die Behauptung Groeschels hätte als Witz erzählt einen vollen Konzertsaal unterhalten können, doch nun ist er von einer Sekunde auf die andere wertlos geworden. “Den können wir doch jetzt nicht mehr erzählen”, ärgern sich viele Kabarettisten. Auch Cartoonisten fühlen sich verraten und betrogen. Die Ergebnisse unzähliger Arbeitsstunden seien wie ausradiert – im wahrsten Sinne. Erste Zeitungen haben bereits Aufträge zurückgezogen. Paramantus ist natürlich ebenfalls empört und fürchtet sich wie so viele andere davor, viele tolle Ideen einfach fallen lassen zu müssen.

Es besteht die Gefahr, dass Kirchensatire auf dem tragischen Weg ist keine Satire mehr zu sein.

Doch nicht nur zukünftige Witze sind gefährdet. Laut Expertenmeinung dürften nun viele Beiträge auch nachträglich ihre Wirkung verlieren. Somit droht ein ganzer Humorzweig komplett abzusterben, sollte die katholische Kirche nicht bald einschreiten und Benedict Groeschel der Inquisition übergeben.

Grafiken: Copyright by André Sedlaczek bzw. Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

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Erfolg im Kampf gegen Aids: Papst darf nicht mehr nach Afrika einreisen

Der schwarze Kontinent ist die weltweit am schwersten von Aids betroffene Region. Insbesondere mangelnde Aufklärung trägt noch immer dazu bei, dass sich das HI-Virus sorglos austoben kann – fast so wie ein Rechtsradikaler in Zwickau. Afrikanischen Wissenschaftlern ist es jedoch vor kurzem gelungen, zumindest einen Risikofaktor zu isolieren, um so endlich die Grundlage für vernünftige Aufkläungsarbeit zu schaffen. Die Rede ist ausgerechnet von Papst Benedikt XVI. (Abbildung ähnlich).

Neuste Forschungsergebnisse zeigen nämlich, dass die Kondom-Politik der katholischen Kirche sich eher kontraproduktiv auf die Aidsbekämpfung auswirkt. “Verhütung ist des Teufels”, ist sich Ndiae aus Mombasa sicher. Und wie die 14-jährige Prostituierte denken viele Menschen in Afrika. Lieber ein kurzes irdisches Leben in Qualen, als ein ewiges Leiden in der Hölle. Dabei hatte Benedikt XVI. noch Ende letzten Jahres selbst gesagt, Kondome seien eigentlich gar nicht mehr so schlimm, sondern irgendwie “super dufte”. Daraufhin entstand eine gewisse Nachfrage, die der Vatikan prompt erfüllte. Kondome mit Weihrauchgeschmack, in Mithra-Form oder mit stimulierenden Kreuznoppen erfreuten Tausende willige Afrikaner. Das Problem war jedoch ein anderes: Die Kondome waren undicht.

“Typsche Katholiken-Kondome”, scherzt Südafrikas Staatschef Jacob Zumba im Nachhinein. “Tatsache ist aber, dass der Vatikan mit gefälschter Ware gehandelt hat, um die Menschen damit in eine Glaubensfalle zu locken”, sagt Zumba weniger scherzhaft weiter. “Solche Ganoven wollen wir hier nicht haben!” Aus diesem Grund habe man zusammen mit allen Oberhäuptern Afrikas beschlossen, den Papst zur unerwünschten Person zu erklären, totales Einreiseverbot inklusive. Der positive Nebeneffekt: Ohne die lästigen Papst-Besuche könnten sich die Christen in Afrika tatsächlich auch zu solchen entwickeln.

Die große Frage zum Schluss: Wann zieht Europa nach?

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