Politik und Gesellschaft Archiv

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Importverbot für russische Luxusgüter: Besserverdiener reagieren mit Hamsterkäufen

WodkaDie Ukraine-Krise hält an und die EU-Außenminister diskutieren offen über weitere wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Im Gespräch sind derzeit sogar Einfuhrbeschränkungen für russische Luxusgüter wie Wodka, Kaviar, Pelze und Diamanten.

Nach Bekanntwerden dieser neuen Sanktionspläne kam es in ganz Europa jedoch schlagartig zu panischen Hamsterkäufen.  Allein in München stürmten Tausende Bürger die Luxusgeschäfte, um sich kistenweise mit Schmuck und Kaviar einzudecken.

Neben dem Versuch, so auf eine mögliche Knappheit vorbereitet zu sein, ist es vor allem die Angst, in Zukunft bei Aldi einkaufen zu müssen, die Münchens Lokalprominenz  in die Luxusläden treibt. Mittlerweile haben mehrere Boutiquen geschlossen, nachdem die Vorräte dort aufgebraucht wurden. Und die Nachlieferung für Waren ist aufgrund der instabilen Lage durchaus schwierig.

In den besonders dicht besiedelten Luxusvierteln fehlt es dagegen bereits an dem nötigsten. So wird etwa die Wodkaversorgung zunehmend zu einem Problem. Dabei hängen an dem teuren Alkohol viele Existenzen. Experten befürchten, dass nach einem Importstopp für russischen Wodka, die Anzahl der Partyluder um 30 bis 40 Prozent zurückgehen könnte. Auch viele in Luxuskreisen angesehene Berufe wie Spielerfrau oder Model und Schmuckdesignerin dürften ohne Wodka stark gefährdet sein.

Dabei nicht genug: Durch die fehlenden Grundnahrungsmittel und dem Mangel an überteuerten Schmuckstücken drohen sich Depressionen zu verbreiten. Die Versorgung mit Luxusgütern ist somit nicht nur die Befriedigung eines Bedürfnisses, sondern für viele Siedlungsgebiete aktuell ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem.

 
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Shakira-Polizei: Salsafisten belästigen Passanten

Salsafisten auf dem Vormarsch. Mehrere junge Frauen sind in den vergangenen Nächten als „Shakira-Polizei“ durch Wuppertal gezogen und haben Passanten belästigt. Sie trugen dabei orange Hotpants und bauchfreie Tops mit der Aufschrift „Shakira Police“.

Übereinstimmenden Aussagen zufolge sprachen die Frauen immer wieder Menschen an, um sie zu einer Hörprobe aus Shakiras größten Hits einzuladen. Auch hätten sie Discotheken betreten und die Besucher auf ihr Rhythmusgefühl und ihren Hüftschwung aufmerksam gemacht. Außerdem sollen sie gezielt versucht haben, Schlager-Fans für ein Shakira-Konzert zu begeistern.

Die selbst ernannten Sittenwächter verteilten bei ihren Streifzügen gelbe Flyer mit der Überschrift „Shakira Controlled Zone“. Auf ihnen waren Verhaltensregeln der radikalen Fans festgehalten: Salsa tanzen, laute Musik hören, figurbetonte Kleidung tragen – mit besonderem Fokus auf Busen und Po, keine Zurückhaltung bezüglich Alkohol und Drogen, Offenherzigkeit gegenüber Parties und Tanzveranstaltungen.

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung, leidenschaftlicher Helene-Fischer-Fan, zeigt sich alarmiert. Die Bevölkerung wird gebeten, bei verdächtigen Beobachtungen den Notruf zu wählen.

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Deutsche Schulen sammeln Spielzeugwaffen für kurdische Kinder

Während die Bundesregierung seit Wochen über Waffenlieferungen für kurdische Kämpfer im Irak diskutiert, sind mehrere Dutzend Grundschulen und Kindergärten in Berlin bereits einen Schritt weiter. Erzieherinnen und Erzieher bitten seit Anfang der Woche Kinder und deren Eltern, Spielzeugwaffen aller Art als Spende mitzubringen, um ein Hilfspaket für kurdische Schulen und Kindergärten zusammenzustellen.

WaffenlieferungMit der ungewöhnlichen Aktion wolle man ein Zeichen setzen, heißt es. Kinder helfen Kindern, so lautet der Grundgedanke. Zwar würden Wasserpistolen konkret nichts bewirken, aber der symbolische Wert der Spielzeugwaffen wäre enorm hoch. „Wir sammeln diese Waffen, egal ob SuperSoaker, NerfGun oder Faschingsrevolver, um damit auszudrücken, dass wir dafür sind, notleidenden Menschen wirklich wichtige Güter zukommen zu lassen“, erklärt Peter Stabmüller, Grundschullehrer und Initiator der Spendenaktion.

Experten beurteilen das Ganze durchaus positiv. Schließlich sei davon auszugehen, dass kurdische Kinder demnächst sowieso an echten Waffen ausgebildet werden, sollten die IS-Terroristen ihren Machtbereich weiter ausdehnen. Mit den Spielzeugwaffen könnten die Kinder dann schon mal üben und die Angst vorm Kriegspielen verlieren, wenn die IS-Milizen vor der Tür stehen.

„Heute ist es besonders wichtig, dass Kinder in Krisenregionen ein Gefühl für Waffen bekommen“, sagt auch Erzieherin Amelie Bukowski, „denn jeder Sandkasten kann sich von heute auf morgen in ein Schützengraben verwandeln.“

Waffenlieferungen

Fotos: (C) pixabay.com / some rights reserved.

 
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Belgien liefert Waffeln ins Krisengebiet

Die Regierung in Belgien hat beschlossen, Waffeln im Wert von 900 Millionen Euro in die Krisenregion im Nordirak zu schicken. Während im Nachbarland Deutschland noch über eine Lieferung debattiert wird, sei man in Belgien bereit, die Menschen in den umkämpften Gebieten ohne Umwege mit Waffeln zu unterstützen, heißt es aus dem belgischen Parlament.

Waffeln„Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten so viele Waffeln wie möglich bereitstellen“, sagte Premierminister Elio Di Rupo. „Auch an passender Munition, wie Puderzucker und Karamellsoße, werden wir nicht sparen!“ Die Mehrheit der Belgier ist sich einig, dass die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) gestoppt werden müsse.  Daher wäre es als Hersteller der weltbesten Waffeln regelrecht Pflicht, sich einzumischen. Nach Angaben von Außen- und Verteidigungsministerium wird bis zum nächsten Mittwoch geprüft, welche Waffeln sinnvollerweise geliefert werden können – die aus weicherem Eierteig oder doch lieber die buttertriefenden mit Hagelzucker.

Gleichzeitig ist man in Belgien erstaunt, welche hitzigen Diskussionen den Einsatz deutscher Waffeln im Nachbarland auslösen. „Ob die Kurden mit deutschen Waffeln überhaupt viel anfangen können, da habe ich meine Zweifel”, sagte Di Rupo. „Die Deutschen sollten lieber Torten in den Irak schicken und die Waffeln den Experten überlassen“. Tatsächlich hält sogar der Leiter des Instituts für Gebäckforschung und Konditoreipolitik der Universität Brüssel die meisten deutschen Waffelrezepte für zu komplex für die kurdische Armee.

In Deutschland hält man sich über den belgischen Vorstoß noch bedeckt, Experten gehen jedoch davon aus, dass Angela Merkel die Kritik an deutschen Waffeln ignorieren und an den eigenen Hilfsplänen festhalten wird.

Foto: (C) pixabay.com, some rights reserved

 
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“Weitere Provokation”: Russischer Hilfskonvoi hatte tatsächlich nur Hilfsgüter geladen

HilfskonvoiAls der russische Hilfskonvoi über die Grenze in die Ukraine fuhr, wurde dies von ukrainischer Seite besorgt als direkte Invasion bezeichnet. Und auch in der restlichen EU war man davon überzeugt, dass die russischen Laster keine humanitäre Hilfe, sondern Waffen und Munition für die Separatisten in der Ost-Ukraine transportierten.

Nun ist der Konvoi wieder abgezogen und Journalisten vor Ort konnten sich inzwischen davon überzeugen, dass hinter den Planen tatsächlich nur dringend benötigte Güter wie Wasser, Babynahrung, Decken und Schlafsäcke lagen. Für die westliche Staatengemeinschaft ein Skandal.

Die ukrainische Regierung spricht von einer weiteren Provokation, mit der Putin eine rote Linie überschritten habe. „Wir waren zu Hundert Prozent sicher, dass der Konvoi alles andere als Hilfsgüter geladen hatte, und dann das! So kann das nicht weitergehen!“, hieß es aus Kiew.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich enttäuscht über Russlands Verhalten, das die Beziehungen zum Westen noch stärker gefährden könnte. Putin habe bewusst Hilfsgüter in die Ukraine entsendet, um die Regierung in Kiew an der Nase herumzuführen. “Es ist besorgniserregend, dass Herr Putin davon abweicht, stereotyp zu handeln. Dieses Täuschungsmanöver zerstört jegliche Basis, die wir in der EU in den letzten Wochen und Monaten mit Russland geschaffen haben“, sagte Merkel.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier betrachtet den Hilfskonvoi ebenso als Affront. Seiner Meinung nach müsse Deutschland schnellstmöglich darauf reagieren und ebenfalls eine Laswagenkolonne in die Ukraine schicken. Diesmal aber wirklich mit Waffen geladen. So wie es sich gehört.

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