Politik und Gesellschaft Archiv

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Schlagloch-Fonds: Torsten Albig möchte Schlaglöcher mit Euro-Münzen flicken

schlaglochSchleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hatte kürzlich die Erhebung einer Sonderabgabe von allen Autofahrern gefordert, um Straßenreparaturen besser zu finanzieren. Damit löste Albig jedoch eine Welle der Empörung aus. Selbst Parteigenossen sprachen von einem “groben Unfug”. Albig selbst fühlt sich allerdings missverstanden und sein Vorschlag falsch dargestellt.

Nach dem kritischen Medien-Echo zum sogenannten Schlagloch-Fonds meldet sich der Ministerpräsident nun erneut zu Wort. “Ich kann den Unmut der Menschen verstehen, denn natürlich ist die Befürchtung da, dass das Geld wie üblich nicht für das verwendet wird, wofür es vorgesehen ist”, sagte Albig. Dies wäre jedoch in diesem Fall nicht gegeben. “Das Geld würde als Material benutzt werden, um Schlaglöcher zu stopfen”, hieß es.

Studien hätten schließlich gezeigt, dass Geld – insbesondere der Euro – zu den besten Baumaterialien gehört, erklärte Albig.

Am besten dafür geeignet seien natürlich Münzen, aber auch Scheine wären je nach Straßenbelag einsetzbar. Um sich vom Nutzen dieser Maßnahme zu überzeugen, sollen Autofahrer auch persönlich beim örtlichen Straßenverkehrsamt Bargeld abgeben können. Auch soll es möglich sein, kleine Geldsäcke an der Straße abzulegen, die dann von amtlichen Straßenmeistereien direkt vor Ort eingeschmolzen werden.

Foto: (C) Geraint Rowland / piqs.de / some right reserved.

 
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Krim-Krise: Deutsche sind froh über klares Feindbild

Während westliche Regierungen besorgt auf die Entwicklungen in der Ukraine blicken, zeigen sich die meisten Deutschen eher erleichtert. Denn mit Russland als neues altes Feindbild steht endlich wieder ein altgewohnter, bekannter Gegner im Fokus. Wie Studien zeigen, ist Wladimir Putin das beliebteste Ziel für Kritik und Anfeindungen in Deutschland.

roter sternExperten wissen: Ein vertrautes Feindbild ist gut für die Psyche und so ist es kein Wunder, dass die Deutschen froh sind, wenn “der Russe” erneut vor der Tür steht. “Beim Russen weiß man, woran man ist”, lautet die einhellige Meinung. Der undurchsichtige religiöse Fundamentalismus beispielsweise war für viele Menschen verwirrend und nervenaufreibend. “Sunniten, Schiiten – da hat doch niemand den Durchblick”, erklärt Sarah Zene von der Gesellschaft für Feindbilder e.V. “Und ist es nun lediglich verboten Mohammed zu beleidigen oder auch Allah? Diese Ungereimtheiten führten in der Vergangenheit zu einem äußerst verzerrten Feindbild, es gab keine Struktur, keine klare Linie wen oder was und vor allem wie man fürchten sollte”.

Auch die Unruhen im nördlichen Afrika sowie der Bürgerkrieg in Syrien sorgten bei den Deutschen für Verwirrung. “Hat das syrische Militär Giftgas eingesetzt? Doch haben die Aufständischen nicht auch wahllos gefoltert? Und was ist mir Nordkorea? China?” Außerdem kamen im Laufe der Jahre zusätzlich Links- und Rechtsterrorismus, größenwahnsinnige US-Konzerne und unsichtbare Feinde wie Schweinegrippe, Wirtschaftskrise und die Alternative für Deutschland (AfD) hinzu. Ein vertrautes Feindbild zu schaffen schien da kaum möglich.

Dank Wladimir Putin können die Deutschen aber endlich wieder aufatmen. Die “Gefahr aus dem kalten Osten” hat das deutsche Weltbild erfolgreich gerade gerückt.

Foto: (C) knoude, piqs.de, some rights reserved.

 
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Abschied vom Bundesadler: Bundestag beschließt neues Wappen

TTIP in der Kritik. Viele Deutschen stehen dem Freihandelsabkommen zwischen EU und USA skeptisch gegenüber. Sehr groß ist vor allem die Sorge vor dem Verlust europäischer Standards. Insbesondere beim Verbraucher- und Umweltschutz, bei der Lebensmittelsicherheit und Arbeitnehmerrechten. Gefürchtet wird ein ungehinderter Import von sogenannten Chlor-Hühnchen, Hormon-Fleisch und allgemein genveränderter Lebensmittel aus den USA.

Um den Bürgern die Angst zu nehmen, hat der Deutsche Bundestag nun beschlossen, sich kurzfristig vom geliebten Bundesadler zu verabschieden und bis auf weiteres ein neues Wappen zu verwenden. Das Bundeshähnchen soll dabei nicht nur das große Vertrauen in das Freihandelsabkommen deutlich machen, sondern auch die Bereitschaft symbolisieren, dass man europäische Werte und Normen guten Gewissens braten könne.

Bundeshähnchen

Das neue Bundeswappen im Einsatz:

Bundesministerium

 
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Krim-Krise: Deutschland baut Bier-Pipeline in die Ukraine

Pipeline in die UkraineNach Wladimir Putins Drohung mit einer Drosselung der Erdgaslieferungen an die Ukraine, stellte Angela Merkel der Regierung in Kiew unerwartet Hilfe in Aussicht. Eine alternative Gaslieferung könne man der Ukraine zwar nicht ermöglichen, doch es gebe auch andere Wege, um die volle Unterstützung des Westens zu demonstrieren, sagte die Bundeskanzlerin. Konkret sieht diese so aus, dass man eine Bier-Pipeline von Deutschland in die Ukraine bauen werde.

“Nach Gas stellt Bier bekanntermaßen die wichtigste Ressource dar”, teilte die Bundesregierung mit. “Wenn Gas knapp wird, steigt natürlich die Bier-Nachfrage, die wir als EU-Partner bestmöglichst zu befriedigen versuchen.”

Die Ukraine habe zwar große Bierspeicher, doch diese sind nicht für den heimischen Bedarf vorgesehen, sondern Teil der Export-Infrastruktur. Mehrere deutsche Brauereien wie zum Beispiel Veltins und Bitburger haben sich inzwischen zu Lieferungen bereit erklärt.

Mit diesem Schritt soll das ukrainische Volk vor einer möglichen Krise bewahrt werden, wobei man gleichzeitig auch auf wirtschaftlicher Ebene den Druck auf Russland erhöhen möchte. Putin müsse deutlich spüren, dass der Westen nicht vom russischen Gas abhängig ist, solange genügend Bier fließt.

Die Pipeline soll bis Ende des Jahres fertiggestellt und in Betrieb genommen werden, heißt es. Angela Merkel verspricht der Ukraine eine Lieferung von bis zu zehn Milliarden Liter Bier jährlich.

Foto: (C) Kevin Kurz, piqs.de, some rights reserved.

 
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Schäuble vergleicht Putin erneut mit Hitler

Wolfgang Schäuble zeigt sich trotz internationaler Kritik uneinsichtig und vergleicht Wladimir Putin ein weiteres mal mit Adolf Hitler. “Putin hat viel hellere Haare als Hitler und immer ein rasiertes Gesicht”, stichelt der Finanzminister. Darüber hinaus hätte Putin im Vergleich zu Hitler kein künstlerisches Talent und sei ganze drei Zentimeter kleiner als der Ex-Führer.

Schäuble geht sogar noch weiter und veröffentlicht ein Schaubild, das den Putin-Hitler-Vergleich nochmal ganz deutlich machen soll:

vergleich-putin

 
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