Gesundheit Archiv

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Studie beweist: Handykonsum steigert Gewaltpotential

Erhöht der Handy-Konsum das Gewalt-Risiko? Experten sind sich uneinig. Zahlreiche Studien haben bislang kein endgültiges Ergebnis zugelassen. Eine neue Studie aus Deutschland zeigt jedoch abermals,  dass es einen Zusammenhang zwischen massivem Handy-Gebrauch und einem gesteigerten Gewaltpotential gibt. Und zwar bei allen Mithörern.

Das Urteil: Entscheidend ist, wie man telefoniert. Alle Teilnehmer der Studie führten verschiedene Gespräche, die teilweise erschreckende Reaktionen hervorriefen. Menschen, die besonders laut mit dem Handy telefonierten hatten ein erhöhtes Risiko, von umstehenden Personen einen Tritt ins Gesicht zu bekommen. Als massive Handynutzer und damit gefährdet gelten demnach vor allem Personen, die mit erhöhter Lautstärke über Nichtigkeiten telefonieren. Je höher die Zahl der Mithörer, desto höher die Gefahr, Opfer einer Gewalttat zu werden.

Doch auch die Art und Weise des Telefonats ist entscheidend. Handynutzer, die über die neuste Klatschmeldung aus der Bild-Zeitung sprachen oder während des Gesprächs Ausdrücke wie „Yolo“ oder „Lol“ benutzten, erhöhte bei umstehenden Personen sehr viel häufiger die Gewaltbereitschaft.

Am stärksten gefährdet sind jedoch Menschen, die ihr Handy gar nicht zum telefonieren, sondern zum lauten Abspielen von Musik verwenden. Diese Art der Handynutzung führte selbst bei besonders toleranten Mithörern mindestens zu verbalen Gewaltausbrüchen, bis hin zu Mordgedanken.

Insofern birgt die neue Studie einige Brisanz. Die Forscher betonen aber auch, dass Menschen, die Handys in normalem Umfang nutzen, also um kurze Informationen zu tauschen, kein erhöhtes Risiko haben gegenüber Menschen, die gar nicht mit Handys telefonierten. Denn auch wer beispielsweise als erwachsene Person bei jeder Gelegenheit wie ein albernes Schulmädchen kichert oder an der Supermarktkasse einen Aufstand wegen einem 50-Cent-Schokoriegel macht, kann das Gewaltpotential im Umfeld erhöhen.

Handy-Konsum

 
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Neue Gefahr: WHO lässt Impfstoff gegen Luftverschmutzung entwickeln

In den letzten drei Jahren sind laut einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als sieben Millionen Menschen an den Folgen verschmutzter Luft gestorben. Luftverschmutzung sei inzwischen die größte Gesundheitsgefahr weltweit, sagte die Direktorin der WHO-Abteilung für öffentliche Gesundheit, Helga Meinersteht.

ImpfstoffAus diesem Grund soll es rechtzeitig vor dem Hochsommer, wenn die Umweltbelastung am stärksten ist, einen zuverlässigen Impfstoff geben. Das Mittel, bestehend aus abgeschwächtem Feinstaub und künstlich mutierten Ozonpartikel, ist laut WHO die einzige Hoffnung im Kampf gegen eine mögliche Pandemie. Vor einer Freigabe müssten aber erst alle Sicherheitsbedenken ausgeräumt sein, sagte Meinersteht. Bislang habe der Impfstoff zwar keine nennenswerten Nebenwirkungen gezeigt, doch man werde die Entwicklung weiter aufmerksam beobachten müssen. Erste Tierversuche ergaben zudem, dass Luftverschmutzung aufgrund der gefährlichen Tröpfcheninfektion, also der direkten Verbreitung über die Luft, noch gefährlicher als Sonnenbrand ist.

Der Impfstoff wird spätestens ab Mai oder Juni nach und nach zur Verfügung gestellt. Dabei würden wohl die reichen Staaten, die bereits Verträge mit führenden Pharmakonzernen geschlossen haben, zuerst bedient. Die WHO setze aber darauf, dass auch die ärmeren Länder ausreichend versorgt werden.

Die inzwischen 37 Hersteller weltweit könnten etwa acht Milliarden Dosierungen im Jahr zur Verfügung stellen. Die WHO hatte mit einer Produktion von fünf Milliarden gerechnet. Erste Tests hätten aber gezeigt, dass, anders als bei der gefürchteten Schweinegrippe beispielsweise, in den allermeisten Fällen eine Impfung nicht ausreiche und auch nicht schade.

Die Bundesregierung kündigte unterdessen an, Impfstoff im Wert von 950 Millionen Euro einzukaufen.

Foto: (C) Jules, piqs.de, some rights reserved

 
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Wissenschaftler entwickeln Diätpflaster

Wie wird man überflüssige Pfunde los? Kein Fett, viel Sport, weniger Kohlenhydrate? Neue Diätprogramme wecken immer wieder Hoffnungen – und enden doch meist in Enttäuschung.

Amerikanische Wissenschaftler haben nun eine neue Methode entwickelt, die übergewichtigen Menschen auf genial einfache Weise beim Abnehmen helfen soll: Das sogenannte Diät- oder Schlankheits-Pflaster. Einfach auf den Mund geklebt, sorgt es aufgrund seiner Zusammensetzung dafür, dass das Essverhalten sich nach nur kurzer Zeit stark verändert.

Der Schnellverband schützt den Mund nicht nur wirksam vor der Nahrungsaufnahme, sondern auch vor Krankheitserregern, Schmutz und verbalen Belastungen. Somit wird der Abnehmprozess gefördert und gleichzeitig das Risiko verringert, sich in Gesprächen aufgrund doofen Aussagen zu blamieren. Abhängig von der Größe des Einsatzgebiets besteht das Klebeband aus einem zeltstoffähnlichen Gewebe oder Kunststoff mit einer mehr oder weniger stark klebenden Beschichtung.

Zunächst nur in den USA, wird das Diät-Pflaster ab dem Somemr auch in Deutschland in Apotheken erhältlich sein. Laut Hersteller soll es jedoch bereits möglich sein, das Pflaster ohne zusätzliche Kosten vorzubestellen.

pflaster

Grafik: Copyright by Peter Thulke. Alle Rechte vorbehalten.

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EU beschließt Kunstfotos auf Zigarettenpackungen

Die EU will mit Schockfotos auf Zigarettenpackungen den Kampf gegen das Rauchen verstärken. Ekel-Bilder von verfaulten Zähnen, Krebsgeschwüren und Dschungel-Promis beim Hodenessen werden jedoch nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen sollen Kunst und Kultur die nötige Abschreckung bringen.

“Gerade Jugendliche lassen sich von sogenannten Schockfotos überhaupt nicht beeinflussen”, sagt Dr. Rüdiger Gorki vom Berufsverband der Lungenärzte in Deutschland. “Die Erfahrungen mit den Warnhinweisen haben zudem gezeigt, dass eine gewisse Abstumpfung eintritt”. Weiterhin steht die eigene Gesundheit nicht mehr so hoch im Kurs, wir vor einigen Jahren. Sie belegt in den Antworten auf die Frage, was im Leben wichtig ist, nur noch den vierten Platz – hinter Internet, iPhone, Katzenfotos und YOLO.

Aus diesem Grund müsse man die Jugend mit etwas schocken, das ihr tatsächlich Angst einjagt. Und das wäre in der heutigen Zeit ganz klar: Bildung. Etwa zwei Drittel der Packungsoberfläche sollen demnach Gemälde moderner Künstler sowie Kurzbiografien und Definitionen wichtiger Begriffe aus Geschichte und Literatur enthalten.

“Wir nutzen die natürliche Abneigung vor Wissen, um Jugendliche und bildungsfremde Erwachsene, die man oft unter starken Rauchern findet, so zu verunsichern, dass sie die Finger vom Tabak lassen”, erklärt Dr. Gorki. Durch die Verknüpfung von Tabak mit Bildung sollen Zigaretten also in Zukunft den gleichen abschreckenden Effekt haben wie beispielsweise Bücher. “Unser Ziel ist es, Tabakläden ein ähnliches Image zu verpassen, wie ihn bereits Bibliotheken und Museen haben”.

Auf diese Weise rechnet die EU damit, die Zahl rauchender Jugendliche dauerhaft zu senken. Und so sehen die ersten Entwürfe für die neuen Warnhinweise aus:

Schockfoto Zigaretten 1 Schockfoto Zigaretten 2

 Schockfoto Zigaretten 4

Schockfoto Zigaretten 3

 
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Wissenschaftler entwickeln Geruchszäpfchen

Jeder kennt sie, doch kaum jemand mag sie: Blähungen. Die übelriechenden Gase sind spätestens seit dem Mittelalter eine lästige, nur selten heitere Begleiterscheinung der menschlichen Verdauung. Einer Umfrage zufolge gehören sie sogar zu den unliebsamsten Merkmalen des Körpers – direkt hinter Mundgeruch und einem zu kleinen Penis.

GasDoch damit soll nun Schluss sein. Amerikanischen Wissenschaftlern ist es nach 34 Jahren intensiver Forschung endlich gelungen, den Geruch aktiv verändern zu können und Flatulenzen damit gesellschaftsfähig zu machen. Möglich machen sollen dies sogenannte Geruchszäpfchen. Die Kapsel, die wie ein normales Zäpfchen sanft in den Anus eingeführt wird, verursacht im Darm eine biochemische Reaktion, welche die auftretenden Gase filtern und in liebliche Düfte umwandelt.

Je nach Zäpfchenart lässt sich auf diese Weise der Duft sogar vorher bestimmen. Mit mehreren Zäpfchenkombinationen lassen sich zudem eigene, fantastische Duftkreaktionen gestalten.

Bis jetzt gibt es die Geruchszäpfchen in den Duftrichtungen Minze, Lavendel, Erdbeere und Mango.

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