Lyrik Archiv

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Lutz Bachmann. Ein Schmähgedicht

Sieh: Ein lautes, dunkelbraunes Feld:
Und dort, aus grobvergüllter Menschenwand
hob hinten, fern auf einer Bühne
sich sacht der Lokus-Chef über den Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
wie ein gekröster Esel da
in düsterbraunem Stuhl. Und durch das Feld
klang hart sein hassgetränktes Bla.

Lutz Bachmann

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Aus dem Poesiealbum von Recep Erdogan

Exklusiv: Ein Blick in das Poesiealbum von Schmähgesicht Recep Erdogan. Eine Runde Mitleid bitte…

Wie haben sie mich nur beschissen,
wie schimpften sie mich fremd und sonderbar!
Wie wurd‘ ich hundertmal zerrissen,
bis nichts in mir als Trotz und Tränen war!

Niemand ist wie ich, mit dem verschnittnen,
gequälten Leben, das so sticht,
und niemand taucht aus den durchlittnen
Gemeinheiten so schnell zurück ans Licht.

Was in mir weich und zart gewesen,
erstarb geschmäht auf einem Feld,
doch unzerstörbar ist mein Wesen:
Ich bin ein König, bin ein Held.

Erdogan Satire

Grafik: Copyright by George Riemann. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Auch das noch: Heinrich Heine schmäht Erdogan

Reimemonster Heinreich Heine meldet sich mit einem Schmähgedicht über Recep Erdogan zu Wort. Auch das noch.

 

In der Türkei sah ich ein Männchen, klein und putzig,
gewitzte Augen und ein Schnauzer ellenbreit,
trug teure Wäsche und ein feines Kleid,
inwendig war es aber grob und schmutzig,
inwendig war es jämmerlich, nichtsnutzig,
jedoch von außen voll Verschlagenheit.
Von Dingen sprach es lang und breit
und tat sogar recht trutzig und recht stutzig.
„Weißt du wer das ist? Komm näher, komm und sieh“
so sprach ein Türke und er zeigte wie
das Männchen eine Zeitung blättert
und alsbald verdrieslich zetert!
Ich war verdutzt, mein lieber Schwan!
Da sprach der Türke „das ist Erdogan.
Wer seinen Namen lustig spottet,
vielleicht im Kerker bald verrottet.“
Das hatte Pfiff, könnt‘ man es glauben?
Genug um dies‘ Gedicht zu schrauben.

 

Erdogan Satire

Bilder: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Frauke Petry – Anmut ohne Herz

Ja, die Frauke. Die nachkriegspotente dolchstoßlegendenliebende Petry-Frauke. Die stramme Stiefeltante, die Lust aufs Stahlrohrlecken macht. Also ein durch und durch begehrenswertes Frauenzimmer, findet unser AfD-Experte Benjamin Neukirch. Wenn nur ihr Herz was taugen würde…

Afd Rechts

Frauke ist wohl gemacht.
Ihre Glieder sind wie Ketten
und ich wollte sicher wetten,
dass von Hundert Lachsbuletten,
drei nicht ihre Schärfe hätten,
noch ihr holdes Angesicht.
Nur ihr Herz, das tauget nicht.

Frauke ist voller Lust.
Ihre Lippen sind Korallen,
ihre Brüste Zuckerballen,
und ihr bittersüßes Lallen,
gleicht verrückten Nachtigallen,
die ein Irrer abgericht.
Nur ihr Herz, das tauget nicht.

Frauke ist ein Phänomen.
Sie verbirgt, was sie schmerzt.
Sie verstört, wenn sie scherzt.
Sie verschweigt, wen sie herzt
und bebt, wenn man sie verschwärtzt.
Sie dreht gerne alles, was man spricht.
Denn ihr Herz, das tauget nicht.

Afd Vergangenheit Sackgasse

Bilder: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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„Lautes, dunkelbraunes Feld“: PEGIDA-Gedichte

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, liebe PEGIDA…

pegidamarsch

Unrathaufen

Sie schleppen ihre Fahnen stolz mit dumpfen Augen
und tanzen, denkentwöhnte Hetzer, im Quadrat.
Rassisten-Fratzen glotzen schrill und glauben
ihr Unrathaufen wäre gut für Land und Staat.

Im Eck die Braunen läufig lauern.
Von Rufen und Parolen rinnt ein trüber Dunst.
Der kriecht empor an feuchten Mauern
in ihren Köpfen voller Zornesgunst.

pegidaistisch

Müllgedanken

Wenn der Schimmer von der Hetze nun herab
in die Demos sich ergießt, und Gerüche
mit den Düften von Kadavern
aus den Köpfen wehen:

So umschatten mich Gedanken an den Müll
der Kloaken, und ich seh in der Ferne
nur es schimmeln, und es weht mir
von einem Menschenbild nichts her.

Idiotenversammlung

 

Lutz Bachmann

Ein lautes, dunkelbraunes Feld:
Aus grobvergüllter Menschenwand
hob hinten, fern auf einer Bühne
sich sacht der Lokuschef über den Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
wie ein gekröster Esel da
in düsterbraunem Stuhl. Und durch das Feld
klang hart sein hassgetränktes Krah.

pegida macht dumm

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Bilder: Copyright by Marian Kamensky (1, 3 und 4) und Andreas Prüstel (2). Alle Rechte vorbehalten.

 
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