Aus aller Welt Archiv

4

Altenheime überlastet: Viele Rentner werden in den Ferien ausgesetzt

Tragoedie

Die Sommermonate sind für die meisten Menschen die schönen des Jahres. Urlaub, Sonne und Erholung sind jetzt angesagt. Ganz anders sieht es da bei Rentnern aus: Mit der Ferienzeit beginnt für viele Senioren ein trauriges Schicksal. Sie sind lästig und unerwünscht, werden am Straßenrand oder in Parks ausgesetzt und einer ungewissen Zukunft überlassen.

Zum Ferienbeginn werden in Deutschland jedes Jahr rund 30.000 Senioren ausgesetzt. Darunter sind nicht nur Großeltern, sondern auch entfernte Verwandte, die vermeintlich nur kurz zu Besuch waren. Die Altenheime platzen in dieser Zeit aus allen Nähten.

Wenn zwischen Kindern und Koffern kein Platz mehr im Auto ist, wissen viele Menschen nicht wohin mit ihren Alten. An Mülltonnen gebunden, an Raststätten zurückgelassen oder vor einem Altenheim angestellt: Die gefundenen Senioren haben schon einiges erlebt. Die meisten werden in dem Zeitraum entdeckt, in dem sich die Ferientage der Bundesländer überschneiden. Viele seien auch sog. „Weihnachts-Opfer“. Denn der Opa, der unterm Weihnachtsbaum noch dem Enkel tolle Geschichten vorlas, ist plötzlich nicht mehr stubenrein und macht Arbeit.

Für die Heime ist es schwer sich auf den Ansturm im Sommer vorzubereiten. Viele verzichten darauf, Senioren über die Ferien in Pension zu nehmen, um genug Platz zu schaffen, damit alle Findlinge aufgenommen werden können. „Alte Menschen können in der freien Natur nicht überleben“, sagt Heiner Groblowski vom Deutschen Seniorenschutzbund.

Wer einen ausgesetzten Rentner findet, sollte also eingreifen und ihn in ein Heim bringen. Wer dabei Hilfe braucht, kann die Polizei verständigen. Die schicke dann die zuständige Seniorenrettung.

Grafik: Copyright by André Sedlaczek, bissiges.de. Alle Rechte vorbehalten.

 
2

Odenwaldschule weist erneute Missbrauchsvorwürfe zurück: “Wie haben doch erst Mai”

Die Odenwaldschule ist erneut ins Visier der Staatsanwälte geraten. Sie prüfen, ob ein Kinderarzt sich Schülern unangemessen genähert hat. Die Schule weist die Missbrauchsvorwürfe zurück. Es habe bisher noch keine sexuellen Übergriffe gegeben, teilte die Schulleitung mit.

Odenwaldschule„Wir haben doch erst Mai“, äußerte sich Internatsleiterin Juliana Volkmar. „Das ist nicht die Hochsaison für Kindesmissbrauch.“

Volkmar würde zwar die Anschuldigungen verstehen – an der Odenwaldschule wurden vor Jahrzehnten mindestens 132 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht – doch man sei ja schließlich keine katholische Einrichtung. „Bei uns dauert es eben ein bisschen länger, bis jemand zum Täter wird“, erklärte die Internatsleiterin. „Hier leben Schüler und Lehrer in einer Art Familienverband, da muss sich niemand beeilen.“

Außerdem führe die Staatsanwaltschaft bereits ein Ermittlungsverfahren gegen einen inzwischen entlassenen Lehrer, der gestanden hat, Kinderpornografie aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Das macht die Schulleitung zuversichtlich: „Bis der nächste Lehrer den heißen Versuchungen an unserer Schule erliegt, vergeht vielleicht noch etwas Zeit“, versicherte Volkmar.

Für alle Fälle haben die Lehrkräfte bereits Geld gesammelt, um dem kommenden Opfer und dessen Familie schnellstmöglich eine Entschädigung auszahlen zu können.

Foto: (C) pixabay.com

 
6

Burger King kämpft um sein Image: Kunden dürfen mitgebrachte Speisen verzehren

Burger King ImageDie RTL-Reportage über die Missstände bei Burger King hat der Fast-Food-Kette einen erheblichen Kundenrückgang beschert. Laut einer Studie der Uni Marburg sind angeblich nur noch 27 Menschen bereit, zu Burger King zu gehen.

Um sein angeschlagenes Image zu verbessern, hat das Unternehmen nun eine landesweite Kampagne ins Leben gerufen. Dabei soll verdeutlicht werden, dass Gesundheit und Hygiene nicht zu kurz kommen. “Wir möchten zeigen, dass man bei uns einwandfreies, gesundes Essen bekommen kann”, sagte Deutschland-Geschäftsführer Björn Bork. Das bedeutet im Klartext: jeder Kunde darf seine mitgebrachten Speisen im Schnellrestaurant verzehren. Egal, ob von zu Hause oder von Wurst-Willi um die Ecke.

Das hätte den Vorteil, dass man im Detail weiß, was da auf das Tablett kommt und es könnten gleichzeitig lange Wartezeiten an den Kassen vermieden werden. Das wiederum entlaste die Angestellten, die Zeit gewinnen, um sich auch mal zwischendurch die Hände zu waschen.

“Damit bekommt bei uns jeder das Essen, das er mag – schnell, günstig, liebevoll verpackt. Und wenn sich dann immer noch jemand über schlechte Qualität beklagt, dann liegt das eindeutig nicht mehr an uns”, erklärt Bork.

Doch damit nicht genug. Kunden haben nämlich ab sofort auch die Möglichkeit, auf ein erweitertes Angebot zurückzugreifen, wenn sie auf besondere Frische bestehen. So wird auf Wunsch ein Burger-King-Mitarbeiter zur benachbarten Döner-Bude geschickt, um dem Kunden ein qualitativ hochwertiges Menu zu besorgen.

Weiterhin kommt das Unternehmen seinen potentiellen Kunden mit einem besonderen Service entgegen. Gegen einen geringen Aufpreis muss man einen gekauften Burger nämlich nicht mehr essen, sondern kann ihn direkt in den Müll schmeißen. Eigens dafür werden in allen Filialen 60% mehr Mülleimer aufgestellt.

Wie es scheint, hat sich Burger King die Kritik zu Herzen genommen und handelt. Man darf gespannt sein, wie die Kunden mit dem neuen Image umgehen werden.

 
0

Walfangverbot: Japaner beklagen Forschungsstillstand

WalfangverbotDas Walfangverbot, das der Internationale Gerichtshof gegen Japan ausgesprochen hatte, erntet inzwischen immer mehr Kritik. Die Jagd diente schließlich rein wissenschaftlichen Zwecken und so beklagen immer mehr japanische Wissenschaftler, dass wichtige Forschungen zum Erliegen gekommen seien.

“Wir werden jetzt wohl nie erfahren, ob der Wal auch wirklich kein Fisch ist”, erklärt Horiyoshi Kazai vom Instut für Meeresbiologie in Tokio. “Wir waren kurz vor dem Durchbruch. Noch ein paar Hundert Wale mehr und wir hätten den endgültigen Beweis erbringen können”, sagt der enttäuschte Wissenschaftler.

Doch auch viele andere Forschungsgebiete müssen nach und nach eingestellt werden: Wieviel Walfleisch kann beispielsweise ein durchschnittlicher japanischer Geschäftsmann essen, bis er sich übergibt? Wie schnell verwest ein Walkadaver unter verschiedenen klimatischen Bedingungen? Sehen alle Wale von innen gleich aus oder gibt es geographische Unterschiede? Und, besonders kontrovers diskutiert: Wieviele Wale muss man aus dem Ozean holen, damit der Meeresspiegel um zwei Zentimeter sinkt?

Auch ein Herzensprojekt vieler Japaner musste dran glauben, nämlich die Frage, wieviele Wale man hochkant übereinanderstapeln kann. Dies ist seit Jahren ein regelrechtes Streitthema in der Forschung, denn entgegen der weitläufigen Meinung, dass bei 27 Walen Schluss sei, behaupteten einige Wissenschaftler, es wären bei entsprechnder Planung weit über 30 Wale möglich. “Wir hatten nach 9 Jahren voller verpatzter Versuche endlich 29 Wale stapeln können, doch jetzt hat uns der Internationale Gerichtshof einen Strich durch die Rechnung gezogen. Eine Schande ist das”, lässt sich ein verärgerter Wissenschaftler zitieren.

Während Tierschützer das Walfangverbot feiern, steht die Forschung in Japan nahezu komplett still. Die Medien sind sich einig: Japan soll damit in seinem Fortschritt gebremst werden.

Foto: (C) pixabay.com

 
2

Thüringer Polizei beschädigt Wasserwerfer beim Test von Bio-Eiern

EierIn Thrüngen hat man über Ostern die Qualität örtlicher Bio-Eier getestet. Mit Hilfe der Polizei, die für die Kontrollen einen Wasserwerfer bereitstellte, sollten die Bio-Bauern der Region unter extremen Bedingungen die Vorzüge ihrer Eier präsentieren.

Um die besondere Qualität Thüringer Eier unter Beweis zu stellen, wurde der Wasserwerfer schließlich damit beworfen, wobei im Laufe des Tests die gepanzerte Frontscheibe des Fahrzeugs kaputt ging. Laut Polizeidirektion sind drei faustgroße Schäden an der Polycarbonat-Panzerverglasung entstanden. “Anscheinend hatte jemand unerlaubterweise auch gekochte Eier dabei”, so die Vermutung der Polizei. Anders könne man sich diesen Schaden nicht erklären.

Vorgesehen waren in der Tat nur frische, rohe Eier, um die Verletzungsgefahr zu minimieren, da hart gekochte Eier bekanntlich eine immense Gefahr darstellen. “Es ist allgemein bewiesen, dass Thüringer Eier die Durchschlagskraft einer Gewehrkugel entwickeln können”, erklärt Rüdiger Krabbwoski von der Gesellschaft für Eier-Prävention e.V. in Erfurt. Er vertritt genauso wie führende Experten auf diesem Gebiet die Meinung, dass die Hinzunahme des Wasserwerfers von Anfang an leichtsinnig war. “Man sollte froh sein, dass kein Mensch bei diesem gefährlichen Qualitätstest gestorben ist”, so Krabbwoski weiter.

Ein Gericht wird sich nun mit dem Fall beschäftigen und ermitteln, wer für die Reparaturkosten aufkommen muss.

Foto: (C) Steinrund / piqs.de / some rights reserved.

 
Seite 1 von 1912345...10...Letzte »