Bundeswehreinsätze im Inland: Taxifahrt im Panzer

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, Bundeswehreinsätze auch im Inland zuzulassen, macht sich langsam bezahlt. Nachdem die Einsätze schließlich nur bei “Ausnahmesituationen katastrophischen Ausmaßes” durchgeführt werden sollen, kann sich die Bundeswehr vor Arbeit kaum noch retten.

Am erfolgreichsten ist wohl die Entscheidung, in mehreren deutschen Großstädten Bundeswehrfahrzeuge als Taxis einzusetzen. Die Bürger freuen sich, war bislang doch besonders an Wochenenden kaum noch ein Taxi aufzutreiben. Ein Problem “katastrophischen Ausmaßes”, das inzwischen vorbildlich gelöst wurde.

Die Bundeswehr hat der Taxiknappheit ganz schnell ein Ende bereitet. Und wie zu erwarten war, sind die Panzer besonders beliebt bei den Kunden. “Manchmal nehmen die Leute sogar eine viel längere Wartezeit in Anspruch, wenn sie ein Taxi bestellen, weil sie von einem Panzer abgeholt werden möchten”, sagt Oberleutnant Kawuttke, der jetzt eine lukrative Taxizentrale in Berlin-Mitte leitet.

Doch die Bundeswehr hat noch viel mehr zu bieten. So hat der DFB inzwischen Anspruch angemeldet, weil der Zustand der Nationalmannschaft inzwischen Dimensionen “katastrophischen Ausmaßes” errreicht hätte. Durch den richtigen Einsatz erhofft sich der DFB, dass die Mannschaft wieder zu richtiger Größe aufsteigt. Zumindest bei Heimspielen. Minenfelder, Schützengräben und ein paar gut platzierte Scharfschützen würden das deutsche Spiel enorm nach vorne bringen, wenn der Gegner in Fetzen gerissen oder mit einem gezielten Wadenschuss aus seiner Konzentration gerissen wird, so die einhellige Meinung.

Andernorts funktioniert der Einsatz der Bundeswehr ebenfalls reibungslos. So zum Beispiel in Baumärkten, wo sich der Kundenservice bekanntlich in einem Zustand “katastrophischen Ausmaßes” befindet. Dort spähen Soldaten ununterbrochen nach hilfreichen Mitarbeitern oder reichen wahlweise hochgelegene Produkte von Regalen herunter.

Auch der Einsatz in Schulen macht sich bislang sehr bezahlt. Nachdem jedem Sportlehrer ein Bundeswehrausbilder zur Seite gestellt wurde, sind die Schüler sehr viel disziplinierter geworden. Nicht nur die Anzahl der Busdrängler ist stark zurückgegangen, es werden gleichzeitig immer weniger Mobbingfälle verzeichnet. Bewaffnete Wachposten auf dem Schulhof erfüllen scheinbar ihren Zweck. Wer Ärger macht, bekommt drei Tage Einzelhaft und die doppelte Menge Hausaufgaben.

Was meinen Sie? Wo, wie und warum sollte die Bundeswehr noch im Inland eingesetzt werden? Nehmen Sie an der Umfrage Teil oder schreiben Sie Ihren Vorschlag ins Kommentarfeld.

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