Bundesregierung beschließt Waffenlieferung nach Ferguson

Nach langem Zögern ist die Bundesregierung nun grundsätzlich bereit, Waffen in die Krisenregion Ferguson im US-Bundesstaat Missouri  zu liefern. Darauf verständigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute mit den zuständigen Ministern.

Bei der Waffenhilfe werde Deutschland „aus dem Vollen schöpfen“ und sich „auf das Engste“ mit seinen internationalen Partnern abstimmen, kündigte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an. Über den genauen Umfang der Lieferungen müsse zwar ausführlich noch beraten werden, allerdings steht bereits fest, dass Rüstungsgüter im Wert von 65 Milliarden Euro für die Lieferung bereitstehen.

Steinmeier begründete den Beschluss mit der Gefahr eines kriegerischen Flächenbrands, der beim Zusammenstoß der Nationalgarde mit den Afro-amerikanischen Demonstranten entstehen kann, falls letztere weiterhin auf die Straße gehen. Eine solche Katastrophe würde auch „uns in Europa und Deutschland unmittelbar betreffen, nur eben mit Türken, statt mit Negern“, sagte der Minister.

Ferguson

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