Belgien liefert Waffeln ins Krisengebiet

Die Regierung in Belgien hat beschlossen, Waffeln im Wert von 900 Millionen Euro in die Krisenregion im Nordirak zu schicken. Während im Nachbarland Deutschland noch über eine Lieferung debattiert wird, sei man in Belgien bereit, die Menschen in den umkämpften Gebieten ohne Umwege mit Waffeln zu unterstützen, heißt es aus dem belgischen Parlament.

Waffeln„Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten so viele Waffeln wie möglich bereitstellen“, sagte Premierminister Elio Di Rupo. „Auch an passender Munition, wie Puderzucker und Karamellsoße, werden wir nicht sparen!“ Die Mehrheit der Belgier ist sich einig, dass die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) gestoppt werden müsse.  Daher wäre es als Hersteller der weltbesten Waffeln regelrecht Pflicht, sich einzumischen. Nach Angaben von Außen- und Verteidigungsministerium wird bis zum nächsten Mittwoch geprüft, welche Waffeln sinnvollerweise geliefert werden können – die aus weicherem Eierteig oder doch lieber die buttertriefenden mit Hagelzucker.

Gleichzeitig ist man in Belgien erstaunt, welche hitzigen Diskussionen den Einsatz deutscher Waffeln im Nachbarland auslösen. „Ob die Kurden mit deutschen Waffeln überhaupt viel anfangen können, da habe ich meine Zweifel“, sagte Di Rupo. „Die Deutschen sollten lieber Torten in den Irak schicken und die Waffeln den Experten überlassen“. Tatsächlich hält sogar der Leiter des Instituts für Gebäckforschung und Konditoreipolitik der Universität Brüssel die meisten deutschen Waffelrezepte für zu komplex für die kurdische Armee.

In Deutschland hält man sich über den belgischen Vorstoß noch bedeckt, Experten gehen jedoch davon aus, dass Angela Merkel die Kritik an deutschen Waffeln ignorieren und an den eigenen Hilfsplänen festhalten wird.

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