In Bayern normal: Schulleiterin wünscht Schülern „Sieg Heil“

Brauner Lärm

Skandal im mittelfränkischen Weißenburg: Am Tag vor den Faschingsferien wünscht die Schulleiterin ihren Schülern viel Glück – und „Sieg Heil“. Der NS-Gruß sei ihr bloß so rausgerutscht, sagt sie jetzt um Schadensbegrenzung bemüht.

Während die Äußerung überall in den Medien als inakzeptabel kritisiert wird, nehmen viele Menschen die Schulleiterin in Schutz. „Kann doch jedem mal passieren“, behaupten fränkische Linguisten. So zeigen folgende Beispiele, dass peinliche, irritierende Versprecher im Grunde an der Tagesordnung sind.

Anna Bolika (32) aus Dortmund: Ich stand mal vor Gericht wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, da ist mir einfach so ein Geständnis rausgerutscht. Tut mir auch heute noch unendlich leid.

Hans Gruber (61) aus Dinslaken: Da sitze ich mit meiner Frau am Frühstückstisch und will sie bitten, mir die Marmelade zu reichen, da verspreche ich mich und statt Marmelade sage ich „Du verdammte Schlampe hast mein Leben zerstört“. Ulkig, ne?

Gunther Bunt (55) aus Cottbus: Neulich fragte mich ein türkischer Mitbürger nach der Uhrzeit und weil ich grade aus dem Puff kam, sagte ich, es wäre 14 Hur. Ist mir aber wirklich nur so rausgerutscht, eigentlich wollte ich sagen: „Verpiss dich, du Ziegenficker.“ Ehrlich.

Ähnliche Sprachpatzer kennt man sogar aus der Politik. Vor Wahlen beispielsweise rutscht vielen Politikern das eine oder andere Versprechen raus, hinterher darf man jedoch meist beruhigt sein, da gar nichts so gemeint war, wie es gesagt wurde. Alles ganz harmlos also.

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

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