Aus Protest gegen Russland: Schalke 04 will bis Saisonende jedes Spiel verlieren

In einer Debatte im Europaparlament hatte FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff angesichts des russischen Vorgehens auf der Krim gefordert, dass Bundesligist Schalke 04 ohne das Logo des russischen Staatskonzerns Gazprom auflaufen soll – „um ein Signal zu senden, dass es nicht so weitergeht.“

Schalke 04 Gazprom

Der Verein hat die Forderung des Politikers nun wie erwartet zurückgewiesen. „Wir werden selbstverständlich auch weiterhin mit dem Logo unseres Hauptsponsors auf der Trikotbrust auflaufen“, sagte Schalke-Sprecher Thomas Spiegel. Gleichzeitig zeigte er sich aber verständnisvoll und für einen Kompromiss offen: „Aufgrund der schwierigen Lage möchten wir lieber still Kritik an Russland üben und bis zum Saisonende jedes Spiel verlieren“.

Für Fans würde diese Maßnahme zudem einen großen Vorteil bedeuten. „Niemand wäre mehr wegen eines verlorenen Spiels enttäuscht, denn der Ausgang stünde ja bereits im Vorfeld fest“, lässt Schalke verlauten. Um dennoch für die nötige Spannung zu sorgen, haben sich die Spieler aller anderen Bundesligisten dafür ausgesprochen, besonders grobe Fouls bei Schalke-Spielen zu begehen, um ebenfalls gegen die militärische Beteiligung auf der Krim zu protestieren. „Wir wollen Schalke damit nicht alleine lassen“, heißt es beispielsweise aus Dortmund, wo man sich ganz besonders darüber freut, „auf dem Platz mit voller Härte gegen die russische Staatsmacht zu demonstrieren“.

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