Auf zum „Masturbathon“

Wirtschaftskrise, Schweinepest, Angela Merkel. Mit Katastrophen und Endzeitszenarien wird man nicht nur in diesen Tagen bestens versorgt. Immerzu sagt man uns, wie schlecht es uns geht, wie grausam es sich anfühlt auf der Welt zu sein und wie wichtig es ist, die Produkte aus der Fernsehwerbung zu kaufen.

Dabei geht es uns doch prima. Man schaue sich nur den Wandel in unserer Gesellschaft an: Alte Menschen, die nicht mehr sterben wollen und junge Paare, die Kinder nur aus alten Heimatfilmen kennen, prägen das Bild unserer Straßen. Was für ein Kontrast zu armen Ländern, die sich vor Nachwuchs kaum retten können und in denen man mit 30 bereits als Greis gilt. Zwar könnte man gegenargumentieren, dass Armut oftmals zu Kannibalismus führt und dies die hohe Kinderanzahl erklärt – getreu dem Motto in der Not frisst der Teufel Fliegen; oder seinen Nachwuchs – aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Gesellschaft in den Industrienationen immer weiter altert.

Was also tun? Alle Menschen über 50 in Dritte-Welt-Länder abschieben, damit das Durchschnittsalter gesenkt wird? Abgesehen von der Attraktivität solch einer Durchführung, wäre das keine Lösung. Der Nachwuchs fehlt ja nachwievor. Und genau hier setzt die Idee des Masturbathons an:

Mehrere hundert Menschen haben in den USA an einem Selbstbefriedigungs-Wettbewerb teilgenommen. […] Seit 2000 findet der Wettkampf jährlich statt. Er dient wohltätigen Zwecken. Die Erlöse kommen Projekten zur sexuellen Aufklärung zugute. (Quelle: n-tv.de)

Erlöse. Sehr liebevoll umschrieben.