Archäologie: Römer rauchten gerne Mentholzigaretten

Gold, Silber, Schmuck: Hobby-Archäologen haben in der Südpfalz eine nach Expertenangaben einmalige Entdeckung gemacht. Aufgrund der sorgfältigen Fundbearbeitung konnte der Schatz ziemlich genau auf den Zeitraum zwischen 43 v. Chr. und 1987 datiert werden.

Für die Archäologie ist diese Entdeckung ein Segen. Da archäologische Grabungen oft mit hohem Kosten- und Personalaufwand verbunden sind, stellen die Funde schatzwütiger Hobby-Archäologen und ausgebildeter Indiana-Jones-Fans immer wieder einen Gewinn für die Wissenschaft dar. Mit einfachen Werkzeugen wie Spitzhacke und Presslufthammer machen sie regelmäßig spektakuläre Entdeckungen.

Archäologisches Fundmaterial ist für die Forschung jedoch nur dann wertvoll, wenn es richtig dokumentiert wird, um es im entsprechenden Kontext untersuchen zu können. So sind die Umstände, wie ein Objekt dort gelandet ist, wo es gefunden wurde, im Grunde wichtiger, als das Objekt als solches. Hobby-Archäologen pflegen diese Vorgehensweise natürlich, daher wurde auch in diesem Fall jedes einzelne Detail auf einem großen Haufen gesammelt und anschließend mit maximaler Genauigkeit begutachtet. „Nachdem der Boden umgepflügt wurde, haben wir alles, was locker war, aufgeschüttet und dann mühsam gesiebt“, sagte Pflugführer Peer Ferser stolz. So trat nicht nur der Schatz zutage, sondern auch andere Dinge, die eine neue Sicht auf die Antike bieten.

Die spitzfindige Auswertung der Funde ergab schließlich, dass die alten Römer schon Metallkronkorken bauen konnten und in großen Mengen Mentholzigaretten rauchten.

Pflug

Foto: Hobby-Archäologen bei der empfindlichen Suche nach forschungsrelevantem Fundmaterial.