Aluvorräte gehen zur Neige: Nachfrage nach Aluhüten zu groß

Aluhüte helfen

Schaut man sich dieser Tage in den sozialen Netzwerken um, stößt man unentwegt auf zahlreiche verschwörerische Meinungen: Alle Flüchtlinge sind Terroristen. Der Islam wird in Deutschland bald Staatsreligion sein. Die Medien verschweigen die Wahrheit. Die Regierung steckt mit dem IS unter einer Decke. Und: Merkel ist an allem Schuld. Schuld am Terror, Schuld an der Angst, Schuld am abgelaufenen Joghurt und Schuld an jedem Mückenstich.

Viele Menschen, die solche Aussagen vertreten, wissen sich jedoch zu helfen, indem sie entweder die AfD unterstützen oder eine Kopfbedeckung aus Aluminium tragen. Sogenannte Aluhüte wehren bekanntlich bei dauerhaftem Tragen die meisten Gefahren zu fast 90% ab und üben zudem eine beruhigende Wirkung auf den Träger aus.

Die Nachfrage nach Aluminium ist allerdings inzwischen so groß, dass die Industrie mit der Produktion nicht mehr nachkommt und die Vorräte langsam zur Neige gehen.

Hinsichtlich der klassischen, kegelförmigen Aluhüte saugt Deutschland momentan den gesamten Markt leer. Der Bedarf wächst schneller als die heimische Förderung, so dass das Land immer mehr importieren muss. Allein im vergangenen Jahr wurde rund 32 Prozent weniger Aluminium in Deutschland produziert als noch vor zwei Jahren.

Ein Grund für die schwindenden Vorräte ist aber auch die Tatsache, dass Menschen immer speziellere Vorstellungen bezüglich ihrer Aluhüte haben. Von Aluzyinder, über Alumelonen, bis hin zu Alusombreros ist heutzutage alles dabei, was man sich als Kopfbedeckung vorstellen kann.

Stefan R. aus Dresden ging sogar noch einen Schritt weiter: „Ich habe für meine Frau und meine beiden Töchter Aluburkas bestellt. Wenn Deutschland nächstes Jahr islamisiert ist, möchten wir vorbereitet sein.“

Dass Aluminium bald zur Mangelware werden könnte, macht Menschen wie Harry R. natürlich wütend: „Wegen den ganzen Flüchtlingen kann ich mein Haus nicht mehr preisgünstig mit Aluminium auskleiden! Danke, Frau Merkel!“