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Vereiste Züge: Bahnchef Grube versteht die Aufregung nicht

eiszugminiDer eiskalte Winter bringt vielerorts nicht nur in den Rotlichtvierteln den Verkehr zum Erliegen. Auch die Bahn kommt mit den niedrigen Temperaturen anscheinend nicht klar, denn immer häufiger beklagen sich Passagiere über unzumutbare Reisebedingungen. Vereiste Züge, Innentemperaturen um den Gefrierpunkt und kältebedingte Ausfälle mitten im Nirgendwo fördern seit Wochen den Unmut vieler Bahnkunden.

Sind deutsche Züge nicht winterfest? Bahnchef Rüdiger Grube weist die Vorwürfe zurück und kann die Aufregung zudem nicht nachvollziehen. “Die Menschen wissen doch selbst nicht, was sie wollen”, sagte er, auf die Problematik angesprochen. “Im Sommer beklagten sich alle, in den Zügen wär’s zu warm. Jetzt heißt es, in den Zügen wär’s zu kalt. Was soll das? Wie man’s macht, ist’s falsch.” Nach Grube waren die niedrigen Reisetemperaturen der letzten Wochen somit zum großen Teil beabsichtigt. “Unsere Zugführer hatten an mehreren Tagen die Anweisung, die Heizung auszuschalten, damit die Passagiere einen Ausgleich für die Hitzekatastrophen im Sommer bekommen”. Steckt die Bahn also in keiner Winterkrise? Ist alles funktionstüchtig? “Ja”, stellte Grube klar. Die frostigen Züge seien lediglich als Entschädigung für die saunaartigen Temperaturen gedacht. Dennoch zeigte sich der Bahnchef auch einsichtig: “Wenn unsere Kunden allerdings keine Entschädigung dieser Art möchten, dann können wir die Heizungen gerne Mitte/Ende April wieder einschalten.”

Gute Reise.

Lesen Sie auch: Bahnchef Grube und das Problem mit der Demokratie. Und: Ein mysteröses zugähnliches Objekt verursacht Massenpanik am Bahnsteig.

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Von der Arbeit in einem Sexshop: Orgasam

Was stimmt auf den folgenden Fotos nicht? Kleiner Tipp: Ein Hinweis zur Beantwortung der Frage befindet sich im Titel dieses Artikels.

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Kurzmeldungen: Mona Lisa, Fußball-WM, Horst Seehofer

Paris – Historiker haben in der dunklen Farbe der Augen der Mona Lisa, dem weltberühmten Gemälde von Leonardo da Vinci, winzige Zahlen und Buchstaben entdeckt. Somit scheint bewiesen, dass selbst ein Genie wie Leonardo da Vinci nicht ohne “Malen nach Zahlen” auskommen konnte.

Katar – Vor lauter Freude über den WM-Zuschlag, hat ein fußballbegeistertes Paar aus Katar ihrer Tochter den Namen Fifa gegeben. Nicht nur Freunde und Bekannte hoffen jedoch, dass das Mädchen sich trotzdem später nicht prostituieren wird.

Noch einmal Fußball-WM – Joseph Blatter geriet neulich in die Kritik, als er homosexuellen Fußball-Fans riet, bei der WM in Katar jegliche sexuelle Aktivitäten zu unterlassen, da im muslimischen Land Homosexualität verboten sei. Blatters Aussagen wurden nun jedoch ausgerechnet vom Emir von Katar zurückgewiesen. Auch Homosexuelle hätten schließlich eine Brieftasche. Und wenn es sein müsste, dann würde man sogar speziell für die Fußball-WM ein paar exklusive Homo-Strip-Clubs aus dem Boden stampfen.

Bayern – Horst Seehofer zeigte bei einer Spendengala, dass er die Zahlen von null bis sieben kennt und unterstrich damit erneut seine Alphastellung in der CSU. Schließlich wissen in der Partei die wenigsten Politiker überhaupt was Zahlen bedeuten – geschweige denn, dass sie mit ihnen umgehen könnten.

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Die Sehrguttenbergs mit Kerner in Afghanistan

Nach seinem siebten Truppenbesuch in Afghanistan muss Karl Kunduz zu Guttenberg viel Kritik einstecken. Auf diesem verflixten siebten Besuch nahm er nämlich nicht nur seine Ehefrau mit, von der die meisten Menschen nur wissen, dass sie irgendetwas mit Pädophilen macht, sondern auch den Talkshow-Timmy des deutschen Fernsehens, Johannes “B. für Ballaststoff” Kerner.

Ausgerechnet Karl der Große, der persönliche Sechs-Millionen-Dollar-Mann der CSU, der fesche Freiherr, der stets alles richtig macht, sieht sich nun dem Vorwurf ausgesetzt, Kerners Wochenschau für die eigene Inszenierung als fürsorglicher Truppeneheführer zu verwenden. Aufgrund des nahezu heilig geleckten Empfangs der zu Guttenbergs, die wie das Abziehbild des perfekten Paares aus einem Disney-Film präsentiert wurden, fiel mancherorts sogar der eine oder andere Vergleich mit Josef und Maria. Immerhin hatten sie mit Kerner auch einen Esel dabei.

Doch war das Ganze tatsächlich nur eine Inszenierung? Hat der beste Mensch, der je gelebt hat, dies überhaupt nötig? Schließlich sind die Sehrguttenbergs als ausgebildete Boulevardmediensuchgeräte nicht darauf angewiesen von einem ethisch fragwürdigen Genexperiment namens Johannes “B. für blutleer” Kerner ins rechte Licht gerückt zu werden. Insofern liegt die Vermutung natürlich nahe, dass hinter der Aktion etwas ganz anderes steckt.

guttiHat sich das Adelspaar also womöglich nur vor Ort nach einem neuen Ferienschloss umgeschaut, für die Zeit, nachdem Afghanistan erobert wurde? Oder wollten sie, wie manche Spötter witzeln, Kerner als Waffe gegen die Taliban einsetzen? Spekulationen gibt es viele, doch geheime Dokumente belegen, dass unser herzallerliebster Gutti dem deutschen Volk einen Gefallen tun wollte, indem er Johannes “B. für Bildzeitung” Kerner in Afghanistan zurücklässt. Und Stephanies Anwesenheit sollte hierzu lediglich der Ablenkung dienen, damit niemandem auffällt, dass die zu Guttenbergs alleine zurückkehren. Für den Fall, dass die Einheimischen Kerner nicht aufnehmen, würde er jedoch allen Witzeleien zum Trotz tatsächlich für den Kriegseinsatz verwendet werden. Zwar nicht als Waffe, aber dafür immerhin als Kanonenfutter oder wahlweise als Minensuchgerät.

Leider hat zu Guttenberg nicht bedacht, dass Sat1 eine große Kerner-Sammlung im Keller aufbewahrt und längst ein neues Exemplar frisch aus seiner Verpackung geholt hat. So sieht es aus, als wäre überhaupt nichts passiert.

Wenigstens kennen Sie nun die Wahrheit.

Grafik: Copyright by Andreas Walter, via toonpool.de.

Lesen Sie auch: Die Guttenbergs ziehen nach Afghanistan. Und: Gedanken über die Johannes B. Gutfried Show.

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Von der Arbeit in einem Sexshop: Der Bademantel

Angesichts der Regelmäßigkeit, mit der manche Kunden ihr Geld bei uns lassen, und der vielen Zeit, die sie im Erotik-Kino verbringen, kann durchaus behauptet werden, diese Menschen hätten bei uns ein zweites Zuhause gefunden. Wie wahr diese Behauptung tatsächlich ist, sollte ich allerdings noch herausfinden.

Ein Mann um die 70, kleine Statur, rundlicher Bauch, freundliches Gesicht, steht mit einem großen Rucksack auf dem Rücken vor mir und kauft eine Karte fürs Kino. Er fragt höflich, ob er sein Gepäckstück irgendwo deponieren kann, was natürlich kein Problem darstellt. Doch anstatt ins Kino zu gehen, wühlt er eine Weile im besagten Rucksack herum und holt schließlich eine vollgestopfte Einkaufstüte heraus. Ich beobachte diese Szenerie nicht gerade aufmerksam, also kann ich zunächst nicht erkennen, was der Mann in der Tüte verbirgt. Ebenso bekomme ich nur halb mit, wie er irgendetwas zu mir sagt und wundere mich daraufhin, dass er mit der Tüte nicht die Richtung zum Kino einschlägt, sondern genau den entgegengesetzten Weg nimmt und um die Ecke zu den Videokabinen verschwindet.

Wenige Minuten später finde ich schließlich heraus, was das Ganze zu bedeuten hatte. Der Mann taucht wieder auf und hält seine Schuhe in der einen und die volle Tüte in der anderen Hand. Wichtiger erscheint mir jedoch die Tatsache, dass er jetzt einen blauen (glücklicherweise geschlossenen) Bademantel trägt und seine Füße in gemütlichen, dunklen Plüsch-Schlappen stecken. Ich kann dabei sehen, dass er die Socken nicht ausgezogen hat, aber ein Blick auf die Tüte, die nachwievor – oder besser: wieder – voll ist, zeigt mir, dass die Socken womöglich die einzigen Kleidungsstücke sind, die er neben Schlappen und Bademantel noch trägt. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Kunde nutzte also eine unserer Kabinen als Umkleideraum, um es sich für einen Abend im Pornokino so richtig bequem zu machen.

Er verstaut die Tüte, die bis vor kurzem noch seinen Bademantel beherbergte, in den Rucksack, stellt die Schuhe daneben ab, bedankt sich und schlurft langsam ins Kino.

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